Voll-Alarm in den USA

VW droht neue Milliardenstrafe!

03.10.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Das VW-Logo an einem Neuwagen am Produktionsstandort Zwickau Foto: MATTHIAS RIETSCHEL/REUTERS

Erneut droht Volkswagen in den USA eine Milliardenstrafe.

Nachdem der Wolfsburger Konzern im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal bereits zweistellige Milliardensummen abschreiben musste, könnte nun der vergleichsweise hohe Spritverbrauch für weitere horrende Strafzahlungen sorgen.

Die US-Regierung plant, die gesetzlichen Standards für den Kraftstoffverbrauch (Corporate Average Fuel Economy; CAFE) bis 2032 zu verschärfen. Das würde die Big Player auf dem US-Markt hart treffen: General Motors müsste mit Zahlungen in Höhe von 6,5 Milliarden Dollar rechnen, Chrysler-Mutter Stellantis mit rund drei Milliarden.

Hintergrund: Autohersteller kaufen in den USA Gutschriften oder zahlen Strafen, wenn sie die CAFE-Anforderungen nicht erfüllen.

Volkswagen würde mit über einer Milliarde Dollar (955 Millionen Euro) von allen ausländischen Autoherstellern am stärksten zur Kasse gebeten – müsste sogar noch etwas mehr zahlen als US-Konkurrent Ford.

Hersteller schlagen Voll-Alarm!

Die US-Hersteller gehen bereits auf die Barrikaden: Die Höhe der Strafen für die Nichteinhaltung der vorgeschlagenen Vorgaben für den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch (CAFE) sei „alarmierend“, hieß es in einem Brief des American Automobile Policy Council (vertritt GM, Stellantis und Ford) an das Energieministerium. Der Regierungsplan sei ungerecht, führe zu Wettbewerbsverzerrungen.

Im Juni berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, dass Stellantis und GM bereits 363 Millionen Dollar an CAFE-Strafen für die Nichteinhaltung der US-Kraftstoffverbrauchsvorgaben für frühere Modelljahre gezahlt haben.

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