Pharmabranche

US-Universität verklagt Biontech wegen Corona-Impfstoff

07.08.2024
Lesedauer: < 1 Minute
Biontech-Impfstoff: Die Universität von Pennsylvania fordert Schadenersatz und einen höheren Anteil an Lizenzgebühren von dem Unternehmen. Foto: Christophe Gateau/dpa

Die Nobelpreisträger Katalin Kalinko und Drew Weissman hatten mit ihrer Forschung Grundlagen für mRNA-Impfstoffe gelegt. Nun fordert ihre Universität von Biontech einen höheren Anteil an den Lizenzgebühren.

Washington. Das Mainzer Biotechnologie-Unternehmen Biontech sieht sich in den USA mit einer Klage wegen angeblich zu niedriger Lizenzgebühren für seinen Corona-Impfstoff Comirnaty konfrontiert. Die Universität von Pennsylvania reichte am Montag eine entsprechende Klage ein, wie am Dienstag aus Gerichtsunterlagen hervorging.

Die Hochschule führt an, Biontech schulde einen höheren Anteil an den weltweiten Impfstoffverkäufen. Begründet wird dies mit der Nutzung „grundlegender“ mRNA-Erfindungen der Professoren und Nobelpreisträger Katalin Kariko und Drew Weissman. Biontech war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Laut Klageschrift erhielt Biontech 2017 über ein anderes Unternehmen eine Unterlizenz für die Technologie der Universität. Diese sei dann für die Entwicklung von Comirnaty mit Pfizer genutzt worden. Pfizer ist in diesem Fall nicht Beklagter.

Die Hochschule fordert Schadenersatz und eine Ausweitung der Lizenzgebühren auf alle Impfdosen, die in Ländern mit gültigen Patenten der Universität hergestellt werden – unabhängig davon, wo sie verkauft werden.

Der Rechtsstreit reiht sich in eine Serie von Patentstreitigkeiten um Covid-19-Impfstoffe ein und könnte erhebliche finanzielle Folgen für den Impfstoffhersteller haben.

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