++ Aktie sinkt ++ Noch keine Fälle in Deutschland bekannt ++
Es ist in Deutschland das aktuell beliebteste Elektroauto – jetzt ermittelt die US-Autosicherheitsbehörde wegen schwerer Mängel beim SUV-Modell Model Y gegen Tesla.
Nach Angaben der „National Highway Traffic Safety Administration“ betrifft die Untersuchung schätzungsweise 120 000 Fahrzeuge des Modelljahrs 2023. Grund für die Ermittlungen: zwei Beschwerden von Tesla-Fahrern, denen während der Fahrt das Lenkrad abgefallen war.
Eine Horror-Vorstellung!
Nach Angaben der Behörde wurde das Model Y in beiden Fällen ohne eine Schraube ausgeliefert, die das Lenkrad an der Lenksäule hält. Als die beiden Tesla-Kunden beim Fahren Kraft ausübten, löste sich das Lenkrad.
Die Untersuchung soll das Ausmaß und die Häufigkeit des Problems klären.
Fakt ist: Auch im Tesla-Werk in Grünheide (Brandenburg) wird das Model Y hergestellt. Hierzulande wurden jedoch noch keine Fälle von abfallenden Tesla-Lenkrädern bekannt.
„Ich fuhr auf der Autobahn und plötzlich fiel das Lenkrad ab“
Einer der beiden betroffenen US-Fahrer hatte seinen Fall Ende Januar auf Twitter öffentlich gemacht. Der Familienvater aus dem Bundesstaat New Jersey schrieb damals: „Ich fuhr auf der Autobahn und plötzlich fiel das Lenkrad ab.“ Dazu veröffentlichte er Fotos von dem Vorfall.
Foto: preneh24/Twitter
Sein Glück: Hinter ihm fuhr zu diesem Zeitpunkt kein anderer Wagen. Dadurch konnte er das Auto sicher stoppen. Der Wagen war damals gerade einmal fünf Tage alt …
Inzwischen erhielt er von Tesla ein neues Auto.
@elonmusk @BLKMDL3 @TeslaOwnersWW @tesla
— Prerak & Neha Patel (@preneh24) February 24, 2023
First, I would like to thank all who supported me.
Today, I received a new/replacement @Tesla Y.
Just FYI – I received a call from @NHTSAgov defect investigation team, they are looking into this matter. pic.twitter.com/dh7LwLwWeD
Das eingeleitete Ermittlungsverfahren setzte die Tesla-Aktie am Mittwoch unter Druck: Sie verlor mehr als drei Prozent ihres Werts (Stand: 18.30 Uhr).
Die US-Aufsicht nimmt nach mehreren Vorfällen bereits den Autopiloten von Tesla unter die Lupe. Auch das US-Justizministerium hat dazu eine Untersuchung eingeleitet.
Auch andere Hersteller haben Lenkrad-Probleme
Zur Wahrheit gehört aber auch: Abfallende Lenkräder sind in der Autoindustrie kein reines Tesla-Problem. Im Februar rief Nissan etwa 1000 E-Autos vom Typ Ariya zurück, weil sich die Lenkräder aufgrund einer lockeren Schraube von der Lenksäule lösen konnten.
Ford hatte 2018 aus diesem Grund rund 1,4 Millionen US-Modelle vom Typ Fusion und Lincoln MKZ zurückgerufen. 2013 traf es Hunderttausende Nissan Micra.


