Der Krieg in der Ukraine verschiebt die Akzente in der Energiepolitik. Versorgungssicherheit wird das beherrschende Thema. Auch die Debatte über die Kernenergie entbrennt neu.
Berlin, Düsseldorf Angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine und wachsender Zweifel an der Verlässlichkeit russischer Gaslieferungen beginnt in Politik und Wirtschaft ein Umdenken.
So hält NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) einen Kurswechsel für unverzichtbar: „Wir können nicht einfach weitermachen wie bisher“, sagte Pinkwart dem Handelsblatt. „Deutschlands Energieversorgung ist insbesondere im Hinblick auf das Erdgas stark von Russland abhängig. Der doppelte Ausstieg aus Kohle und Kernkraft hat uns damit ein Klumpenrisiko beschert, aus dem wir uns herausarbeiten müssen“, sagte der FDP-Politiker.
Auf der Suche nach Alternativen gelte es, alle Optionen vorurteilsfrei zu prüfen. Deutschlands Energieversorgung müsse robuster aufgestellt werden. „Eine temporäre Aussetzung des Atomausstiegs sollten wir daher nicht ohne tiefer gehende Prüfung ausschließen“, forderte Pinkwart.
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