Baden-württembergischer Unternehmer

Schraubenmilliardär Würth warnt Beschäftigte vor AfD-Diktatur

19.03.2024
Lesedauer: 2 Minuten
Milliardär Reinhold Würth / Foto: Christoph Schmidt / dpa

Die Ampel hält er für einen »Hühnerhaufen« – aber das sei kein Grund, die AfD zu wählen, schreibt Milliardär Reinhold Würth an 25.000 Beschäftigte. Er ruft dazu auf, die Demokratie zu verteidigen.

Sein Metier sind eigentlich Schrauben – doch weil er sich um die Demokratie in Deutschland sorgt, hat der Unternehmer Reinhold Würth nun auch politisch Stellung bezogen. In einem Schreiben an 25.000 Beschäftigte seines Unternehmens hat sich der 88-Jährige gegen die AfD positioniert. Mehrere Medien berichten über das Schreiben, darunter das »Handelsblatt «, der »SWR « und »T-Online «.

Würth sind dabei offenbar vor allen Dingen sogenannte Protestwähler ein Ärgernis. Aus »Spaß an der Freude Rabatz zu machen und aus Unmut über die Ampelregierung die AfD zu wählen, ist einfach zu wenig«, heißt es in dem Schreiben. Würth führt weiter aus, er habe noch nie eine Wahlempfehlung ausgesprochen. Nun aber sei es an der Zeit.

Die Ampel als »Hühnerhaufen«

Die AfD wolle weitgehende Veränderungen am politischen System vornehmen, und »mindestens eine Demokratur oder gar eine Diktatur einführen«. Dagegen gelte es, die pluralistische Demokratie zu verteidigen – auch wenn es manchmal schwerfalle. Über die aktuelle Ampelregierung schreibt Würth mit bitterer Ironie: »Ist es nicht wunderbar, dass unser Deutschland eine Ampelregierung aushalten kann, die in vielen Teilen wie ein Hühnerhaufen durcheinander rennt und doch trotzdem das eine oder andere positive Gesetz auf den Weg bringt?«

Weiter schreibt Würth: »Meine Empfehlung ist, lassen Sie uns im heutigen System unseres so wunderbaren Grundgesetzes mit unseren unterschiedlichen Meinungen, Vorstellungen und Ideen weiter zusammenleben und schätzen wir wieder, was wir haben: eine Familie, einen Arbeitsplatz, ein Auto, eine Wohnung oder ein Haus, Urlaubsziele, absolute Bewegungs- und Reisefreiheit und die politische Vielfalt der demokratischen Parteien.«

Reinhold Würth, heute 88, hatte im Alter von 19 Jahren die Firma seines Vaters übernommen. Er formte aus dem Kleinbetrieb einen Weltkonzern für Montage- und Befestigungstechnik: Weltweit beschäftigt Würth heute 87.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und macht etwa 20 Milliarden Euro Jahresumsatz.

beb 

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