Der Energiekonzern RWE korrigiert seine Gewinnprognose nach einem starken zweiten Quartal nach oben – und wird dafür an der Börse belohnt. Grund für die rosige Perspektive: unter anderem die hohen Strompreise.
Der Energiekonzern RWE hebt nach einem unerwartet starken zweiten Quartal seine Ziele für das laufende Jahr an. Grundlage seien gut laufende Geschäfte mit Wasser, Biomasse und Gas sowie dem Energiehandel, teilte der Konzern am Dienstagabend in Essen überraschend mit.
Dabei profitierte RWE von kurzfristig eingesetzten Kraftwerken sowie dabei höher zu erzielenden Margen. Zudem entfielen beim Handel mit Energie im Vergleich zum Vorjahr Belastungen infolge der Sanktionen auf russische Steinkohlelieferungen.
7,1 bis 7,7 Milliarden Euro Gewinn
RWE veröffentlichte auch vorläufige Zahlen für die erste Jahreshälfte. Die Aktie des Dax-Konzerns zog auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs um 3,5 Prozent an.
Das Management erwartet nun einen bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (ber. Ebitda) zwischen 7,1 und 7,7 Milliarden Euro, statt bislang 5,8 bis 6,4 Milliarden Euro. In den ersten sechs Monaten verdienten die Essener operativ über 4,5 Milliarden Euro, die zweite Jahreshälfte dürfte also etwas schwächer ausfallen. Die endgültigen Zahlen für das erste Halbjahr will RWE am 10. August vorlegen.
RWE hat den hohen Gewinn im ersten Halbjahr zum einen Gas- und Wasserkraftwerken zu verdanken, die von den hohen Strompreisen profitierten. Hinzu kamen hohe Gewinne im Energiehandel; auch der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien von RWE machte sich bezahlt.
ktz/dpa



