Die Menschen spüren die steigenden Preise für Strom, Öl und Gas dramatisch. Seit Beginn des Ukrainekriegs erscheint Versorgungssicherheit plötzlich ebenso dringend wie Klimaschutz.
Berlin, Düsseldorf Vor einem Jahr hätte es wohl niemand für möglich gehalten, dass Diesel an Deutschlands Tankstellen mal teurer sein würde als Superbenzin. Oder die Stromrechnung sich verdreifacht. Und das Gas erst: Wer sein durchschnittliche Reihenhaus damit heizt, zahlt im Moment etwas mehr als 2000 Euro pro Jahr. Vor einem Jahr waren es noch 1100 Euro – macht plus 86 Prozent.
Sicher: Dass Energie teurer wird, war spätestens klar, als die Bundesregierung noch unter Angela Merkel beschloss, einen nationalen CO2-Preis für Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas einzuführen. Der Preis soll bis 2025 schrittweise auf dann 55 Euro steigen und liegt aktuell bei 30 Euro pro Tonne CO2-Ausstoß. Wenn fossile Energie die Menschen mehr kostet, ist das politisch also durchaus gewollt.
Dass steigende Energiekosten nun aber für viele Bürger zum Existenzproblem werden – das war so nicht geplant.



