EVP-Chef Manfred Weber: Arbeitsplätze gefährdet, China freut sich
Die EU strebt an, bis 2030 im Vergleich zu 1990 klimaschädliche Treibhausgase um 55 Prozent zu reduzieren sowie bis 2050 klimaneutral zu werden.
Zwischenschritt: Neu zugelassene Autos mit Verbrenner-Motor sollen ab 2035 komplett VERBOTEN werden. Alles im Zeichen des Klimaschutzes: Am Mittwoch stimmt das EU-Parlament in Straßburg über weite Teile des EU-Klimapakets „Fit for 55“ ab, das die EU-Kommission im vergangenen Jahr vorgestellt hat. Vor allem die Grünen trommeln dafür.
Doch: Noch ist der Ausgang des Votums offen.
Konservative gegen radikalen Schnitt
Die konservativen Abgeordneten (Europäische Volkspartei, EVP) wollen die Null-Emissionsvorgabe auf 90 Prozent senken, das Komplett-Verbot in letzte Sekunde verhindern. Der Ausgang der Entscheidung: ungewiss.
EVP-Fraktionschef Manfred Weber (49, CSU) zu BILD: „Es geht um 500 000 Arbeitsplätze.“
Der CSU-Politiker zu BILD: „Ein faktisches Verbot des Verbrennungsmotors als Technik wäre ein Schaden für Europa und ein Gewinn für China. Jede Innovation etwa im Bereich E-Fuels wird dann nicht mehr in der EU entwickelt.“
Damit schade sich die Union selbst: „Wenn die EU eine Technik verbietet, wird sie abwandern. China freut sich, wenn es eine weitere europäische Spitzentechnologie auf dem Silbertablett serviert bekommt.“
Letzte Hürde: Nach den Abstimmungen am Mittwoch muss sich das Parlament noch mit den EU-Staaten auf eine Linie einigen.


