Streit um Atomenergie

„Kernkraft ist quicklebendig und wächst“

09.11.2021
Lesedauer: < 1 Minute
Sieht den Verweis auf Fukushima nicht als valides Argument gegen die Atomkraft: Rafael Grossi Bild: EPA

Der Chef der Weltatombehörde IAEO, Rafael Grossi, spricht im Interview über die Unverzichtbarkeit der Technik für den Klimaschutz, den schlechten Ruf der Atomkraft und Deutschlands eigentümliche Sonderrolle.

Herr Grossi, viele sagen, auf der Weltklimakonferenz hier in Glasgow gehe es um nicht weniger als um den Erhalt der Erde. Bedroht Kernkraft den Planeten, oder hilft sie bei seiner Rettung?

Kernkraft ist keine Bedrohung, sondern Teil der Lösung, um das Klima zu retten. Fast ein Drittel des sauberen Stroms auf der Welt stammt aus kohlendioxidneutralen Atomreaktoren. In Europa nutzt die Hälfte der Länder Kernenergie, einige Nationen wollen sie sogar verstärkt einsetzen. Und in den aufstrebenden Staaten des Südens ist das auch der Fall. Dass Atomkraft ein Problem sei, ist ein hartnäckiges Narrativ. Aber ich sehe klare Zeichen, dass das angesichts der Dringlichkeit der Klimadiskussion hinterfragt wird, übrigens auch in Deutschland. Das ist auch richtig so, denn ohne Kernkraft wäre es fast unmöglich, zur Dekarbonisierung zu gelangen.

Zugang zu allen F+Artikeln jetzt

Das könnte Sie auch interessieren

Für Energiekonzern
01.12.2024
EU-Plan gescheitert
29.11.2024
ARD-Show "Die 100"
26.11.2024
Abstimmung über neue EU-Kommission
27.11.2024

Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

8 − 5 =

© on-lion.de

Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

Nach Berichten über Menschenrechtsverletzungen in Uiguren-Region
27.11.2024
Thyssenkrupp-Krise
26.11.2024

Neueste Kommentare

Trends

Alle Kategorien

Kategorien