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Hat sich Mark Zuckerberg in der virtuellen Welt verlaufen?

22.02.2022
Lesedauer: 2 Minuten
Geschäftsführer Mark Zuckerberg ordnet alles dem Metaversum unter. Drew Angerer / Getty

Meta, die Firma, die bis vor kurzem Facebook hiess, gehört nicht mehr zu den zehn wertvollsten kotierten Unternehmen. Im vergangenen Semester hat die Gesellschaft 500 Milliarden Dollar an Börsenwert eingebüsst. Das Stammgeschäft stagniert, und der Gründer und CEO Mark Zuckerberg ist auf das Metaversum, eine digitale Parallelwelt, fixiert.

Der Start ins Metaversum ist misslungen. Seit dem Höchst von vergangenem August hat Meta über 500 Milliarden Dollar an Börsenwert eingebüsst – die Hälfte davon am 3. Februar, als der ehemalige Facebook-Konzern bekanntgab, dass er erstmals Nutzer verloren habe. Doch das Problem liegt tiefer: Der einstige Börsenliebling hat ein Imageproblem und unsichere Perspektiven.

Erste gravierende Risse im Lack gab es 2016 mit dem Missbrauch der Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern im Wahlkampf von Donald Trump durch Cambridge Analytica. 2021 kumulierten sich die Rückschläge. Im Oktober kam es zum grössten Systemausfall in der Geschichte der Social-Media-Plattform. Milliarden von Facebook-, Whatsapp- und Instagram-Nutzern konnten ihre Profile nicht mehr verwenden. Gleichzeitig wurde im Weissen Haus über die schädliche Wirkung von Facebook auf Jugendliche diskutiert. Aber nicht nur die Nutzer-, auch die Werbeeinnahmen bröckeln. Apple ermöglicht es seinen Kunden, die Tracker der Social-Media-Plattform zu blockieren. Auch Google will in den nächsten Jahren solche Schutzmassnahmen einführen. Auch die «Weltwährung» Libra, die später bescheidener als Stablecoin Diem auftrat, ist mittlerweile ganz begraben worden.

Der Geschäftsführer Mark Zuckerberg ordnet alles dem Metaversum unter. Er will die virtuelle Welt beherrschen. Aber auch andere Unternehmen investieren viele Mittel in Virtual Reality. Zudem fragt sich, ob die Menschheit den Grossteil ihrer Zeit in der virtuellen Welt verbringen will und dort spielt, Avatare trifft sowie digitale Kunstwerke und Immobilien kauft. Ältere Semester erinnern sich, dass mit «Second Life» diese Vision schon einmal die Runde machte und alsbald in Vergessenheit geriet.

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