Sexismus-Sammelklage

Goldman Sachs zahlt 215 Millionen Dollar

09.05.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Die US-Investmentbank Goldman Sachs wurde 2010 von rund 2800 weiblichen Angestellten verklagt – nun zahlt die Bank den Klägerinnen außergerichtlich 215 Millionen Dollar Foto: Andrew Kelly / Reuters

Sexuelles Fehlverhalten und Gehaltsdiskriminierung: Mit diesen Vorwürfen hatten rund 2800 Mitarbeiterinnen eine Sammelklage gegen Goldman Sachs eingereicht. Jetzt haben sich die Frauen und die Bank außergerichtlich geeinigt.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs will eine seit Jahren laufende Klage wegen Sexismus am Arbeitsplatz mit einem millionenschweren Vergleich beilegen. 215 Millionen Dollar (gut 196 Millionen Euro) sollen an rund 2800 Frauen ausgezahlt werden, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten in verschiedenen Abteilungen der Bank gearbeitet haben, wie aus einer gemeinsamen Erklärung der Anwälte der Bank sowie der Klägerinnen hervorgeht.

Die Klägerinnen hatten im Jahr 2010 eine Sammelklage gegen Goldman Sachs angestrengt. Für den 5. Juni dieses Jahres war dafür der Prozessbeginn in New York angesetzt worden, wozu es nun voraussichtlich nicht kommen wird. Der Vergleich deckt den Angaben zufolge 75 Fälle von Fehlverhalten am Arbeitsplatz ab, darunter unangemessene Berührungen und Bemerkungen, und darüber hinaus zahlreiche Fälle von Gehaltsdiskriminierung oder verwehrten Beförderungen.

»Als eine der ursprünglichen Klägerinnen habe ich diesen Fall in den vergangenen fast 13 Jahren stolz und ohne zu zögern unterstützt und glaube, dass diese Einigung den Frauen helfen wird«, erklärte eine der Klägerinnen, Shanna Orlich. »Nach mehr als einem Jahrzehnt heftiger Rechtsstreitigkeiten haben sich beide Parteien darauf geeinigt, diese Angelegenheit zu lösen«, fügte Goldman Sachs’ leitende Personalmanagerin Jacqueline Arthur hinzu.

Wie »CNN« berichtet , gehört der Fall zu den aufsehenerregendsten Rechtsstreitigkeiten wegen angeblicher Ungleichbehandlung von Frauen durch Wall-Street-Banken der vergangenen Jahrzehnte. Als Teil der außergerichtlichen Einigung wird Goldman Sachs außerdem unabhängige Experten beauftragen, um zusätzliche Analysen zur Leistungsbewertung und zum geschlechtsspezifischen Lohngefälle durchzuführen. 

jso/AFP

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