Aus Kostengründen

Ford streicht 2300 Jobs in Deutschland

14.02.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Ein Mitarbeiter im Ford-Werk in Köln (Archivfoto) Foto: picture alliance / photothek

Massiver Stellenabbau bei Ford!

Der US-Autobauer will in Köln und Aachen 2300 Arbeitsplätze einsparen. Dies sei aus Kostengründen nötig, teilte Ford am Dienstag mit.

In Köln arbeiten derzeit rund 14 000 Menschen für Ford, in dem Aachener Forschungszentrum circa 200. Die meisten Jobs sollen in den nächsten drei Jahren in der Kölner Entwicklungsabteilung wegfallen, zudem ist die Verwaltung betroffen.

„Die heute angekündigten Maßnahmen richten die Produktentwicklungsorganisation und die Verwaltungsfunktionen von Ford in Europa auf ein kleineres, fokussiertes und zunehmend elektrisches Produktportfolio aus“, sagte Deutschland-Chef Martin Sander. Ziel sei eine „schlankere, wettbewerbsfähigere Kostenstruktur“.

Ford beschäftigt hierzulande insgesamt 19 000 Mitarbeiter. Der Betriebsrat hatte das Vorhaben bereits im Januar publik gemacht und damals sogar den Wegfall von bis zu 3200 Jobs in Köln und Aachen befürchtet. Auch in Großbritannien werden Stellen gestrichen, insgesamt will Ford sein Personal in Europa um 3800 Arbeitskräfte reduzieren.

Der Konzern hatte im vergangenen Jahr seine Gewinnziele verfehlt und will sich einer Radikalkur unterziehen: Ford ist im Umbruch, schwenkte relativ spät auf den Elektrokurs ein. In diesem Jahr sollen die ersten in Europa hergestellten reinen Ford-Elektroautos in Köln vom Band rollen, das Verbrennermodell Fiesta wird eingestellt.

Finanzchef John Lawler hatte „sehr aggressive“ Maßnahmen angekündigt, um die Kosten in Produktion und in der Lieferkette zu senken. In Europa weitete sich der Vorsteuerverlust im vierten Quartal auf 400 Millionen Dollar aus, doppelt so viel wie im Vorjahr – bei unverändertem Umsatz.

Für die Elektroproduktion investiert Ford zwar einen Milliardenbetrag in Köln, mit den Sparplänen verliert die Stadt als Ford-Entwicklungsstandort aber an Bedeutung.

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