Nach Brand-Anschlag

Elon Musk: Werde die Berliner Fabrik ausbauen

13.03.2024
Lesedauer: 3 Minuten
Elon Musk an seiner Tesla-Fabrik in Grünheide. Auf dem rechten Arm trägt er Söhnchen X Æ A-XII (3), dazu eine Wasserflasche und einen kleinen Plüsch-Teddy in der rechten Hand Foto: Maja Hitij/Getty Images

Bei strahlendem Sonnenschein verlässt Elon Musk (52) am Mittwochnachmittag sichtlich gut gelaunt seine Tesla-Fabrik bei Berlin. Nach gut zwei Stunden ist sein Besuch beendet. Der hatte einen ernsten Hintergrund: Terroristen hatten sein Werk lahmgelegt, indem sie einen Strommast anzündeten.

Musk, ganz in Schwarz im lässigen Tesla-Shirt mit Aufdruck „Giga – We are the future“ (dt. „Giga – wir sind die Zukunft“), setzt gegen 13.45 Uhr seinen Sohn X Æ A-XII (3, Sneaker, blaue Jeans und graues Shirt) gerade auf den Rücksitz des Tesla, als der B.Z.-Reporter noch eine Frage stellen kann.

„Werden Sie die Gigafabrik wie geplant auf 1 Million Fahrzeuge pro Jahr erweitern?“ Darauf antwortet Musk: „Yes absolutely“ (dt. „Ja, absolut“) und lacht.

Riesige Erleichterung für die 12.500 Mitarbeiter der E-Auto-Fabrik in Grünheide und ein Bekenntnis zum deutschen Standort, an dem das Model Y produziert wird. Aktuell laufen in dem Werk bei Berlin 200.000 Fahrzeuge pro Jahr vom Band, genehmigt sind 500.000.

Elon Musk mit Sohn auf der Bühne Foto: REUTERS/Christian Mang

Über den Antrag zur Verdopplung der genehmigten Kapazität auf 1 Million Autos entscheidet gerade Brandenburgs Landesumweltamt. Nach B.Z.-Informationen soll die Werkserweiterung bis zur Jahresmitte genehmigt werden – mit zahlreichen Umweltschutz-Auflagen.

Musk mit Sohn auf dem Arm auf der Bühne

Zuvor rollte der Tesla-Boss mit seinem Mini-Musk in einer Tesla-Kolonne gegen 11.20 Uhr aufs Werksgelände, wo er in einem großen weißen Zelt von Tausenden jubelnden Mitarbeitern empfangen wurde. Nur knapp eine halbe Stunde zuvor war sein Jet auf dem Privatjet-Terminal des Flughafens BER gelandet.

11.45 Uhr verließ der US-Milliardär die Bühne wieder und überließ sie Werksleiter André Thierig (43). Zum Anschlag sagte er: „Das ist ein Anschlag auf die Giga-Fabrik“. Und weiter: „Wir halten alle zusammen und nehmen nicht auf die leichte Schulter, was hier passiert ist. Ich freue mich, dass wir wieder loslegen können. Die Rekorde, die ihr leistet, sind aller Ehren Wert.“

Außerdem versprach er der Belegschaft unter großem Jubel jährliche Gehaltsanpassungen und großzügige Leasing-Bedingungen für ihre Werkswagen. Außerdem soll der Zugverkehr zum Werk verbessert und ein Bonussystem eingeführt werden.

Gegen 12 Uhr traf der Tesla-Boss auf dem Werksgelände noch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU).

Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU, v.l.), Tesla-Boss Elon Musk und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) Foto: Screesnhot/Instagram/Woidke

Gegen 13.45 Uhr ließ sich der Tesla-Boss noch kurz das gläserne neue Foyer der Gigafactory zeigen. Immer dabei: Sohn X Æ A-XII, den er gemeinsam mit Sängerin Grimes hat. Den trug Musk die meiste Zeit im rechten Arm oder auf den Schultern, hielt in der rechten Hand zudem noch einen Plüschbären und eine Wasserflasche.

Um 14.40 Uhr hob Musks Jet dann wieder vom Flughafen BER ab. Für den US-Milliardär geht es weiter nach Paris.

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