Bekämpfung der Energiekrise

Ehemalige Blackrock-Ökonomin wechselt ins Wirtschaftsministerium

15.11.2022
Lesedauer: 2 Minuten
Elga Bartsch: Bald mehr Zeit in Berlin verbringen Foto: Alex Kraus / Bloomberg via Getty Images

Robert Habeck holt Verstärkung: Als erste Frau an der Spitze der Grundsatzabteilung soll sich Volkswirtin Elga Bartsch den Risiken des Klimawandels und Nachhaltigkeitsthemen widmen.

Die international erfahrene Ökonomin Elga Bartsch soll Chefökonomin im Wirtschaftsministerium von Robert Habeck (Grüne) werden. Das berichten unter anderem die Deutsche Presse-Agentur und das »Handelsblatt«  unter Berufung auf Ministeriumskreise. Bartsch solle die Grundsatzabteilung im Bundeswirtschaftsministerium leiten. Sie muss als neue Abteilungsleiterin aber noch vom Kabinett bestätigt werden.

Die Makroökonomin verfüge über große internationale Erfahrung, hieß es den Berichten zufolge aus dem Ministerium. Mit ihr gewinne das Ministerium tiefe makroökonomische Expertise, auch für die Fiskal- und Geldpolitik. Durch ihre Forschungen sei sie eine Expertin für die Risiken der Klimakrise für die Wirtschaft und deren ökonomische Modellierung.

Bartsch war früher Europa-Chefvolkswirtin der US-Investmentbank Morgan Stanley und zuletzt für die Denkfabrik des US-Vermögensverwalters Blackrock tätig. Dort hatte sie im Sommer ihren Abschied verkündet. Zu ihren Plänen gehöre, bald mehr Zeit in Berlin zu verbringen und an Nachhaltigkeitsthemen zu arbeiten, hatte sie getwittert.

Erste Frau an der Spitze der Abteilung

Bartsch solle nun gemeinsam mit dem zuständigen Staatssekretär Sven Giegold (Grüne) die ökonomische Ausrichtung des Ministeriums prägen, berichtet das »Handelsblatt«. Sie werde die erste Frau an der Spitze der Grundsatzabteilung des Wirtschaftsministeriums.

Bisher war die Grundsatzabteilung von Philipp Steinberg geleitet worden. Er hatte Anfang Oktober die neue Abteilung für Energiesicherheit und Wirtschaftsstabilisierung übernommen, in der Aufgaben und Referate aus verschiedenen Abteilungen zusammengezogen wurden. Dem vorausgegangen war die Zusammenlegung von zwei Zentralabteilungen, wodurch eine Abteilungsleiterstelle frei wurde.

Mit den Umstrukturierungen will sich das Ministerium auf die aktuellen Herausforderungen infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine anpassen. Dazu gehört die Bekämpfung der Energie- und Wirtschaftskrise. 

ptz/dpa/Reuters

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