ADAC klagt

„Benzin sehr deutlich zu teuer“

08.08.2022
Lesedauer: < 1 Minute
Laut ADAC haben sie Gewinnmargen im Raffinerie-Markt seit Jahresbeginn mehr als verfünffacht Foto: action press

Die Tank-Sauerei geht weiter …

Deutschlands Autofahrer leiden unter den hohen Spritpreisen an der Tanke – und die Öl-Multis verdienen prächtig. Laut ADAC haben sie ihre Gewinnmargen im Raffinerie-Markt seit Jahresbeginn mehr als verfünffacht.

Ein ADAC-Sprecher erklärte auf BILD-Anfrage: „Gemessen am Rohölpreis und Dollarkurs ist Benzin derzeit sehr deutlich zu teuer.“

Der Verdacht: Die Multis geben die sinkenden Rohölpreise an der Tankstelle offenbar nicht weiter. Denn Fakt ist: Seit Mitte März ist der Ölpreis (Brent) um etwa 26 Prozent gesunken (von 129 US-Dollar/Barrel auf 95,8) – er ist damit auf dem Niveau wie vor Russlands Angriff auf die Ukraine.

Obwohl Tanksprit aus Öl gemacht wird, ist der Spritpreis aber deutlich weniger gesunken: Der Benzinpreis verringerte sich nur um 21 Prozent (2,20 auf 1,73 Euro). Der Dieselpreis ging sogar nur um 18,5 Prozent nach unten (von 2,33 auf 1,90 Euro/l)!

Der Appell des ADAC: Autofahrer sollen zu teure Tankstellen bewusst umfahren und bei günstigeren Konkurrenten tanken.

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