Die deutsche Energiewende stehe noch immer am Anfang, kritisieren zwei Experten im WELT-Interview. Sie sei aufwendig, teuer, technologisch nicht ausgereift und geprägt von Ideologie. Immer neue Schlagwörter kaschierten gravierende Probleme. Vor allem ein Fehler ziehe sich durch die gesamte Planung.
WELT: Herr Beckmann, Herr Schwarz, fast die Hälfte des Stroms in Deutschland werden bald aus Erneuerbaren erzeugt, ist die Energiewende nicht doch auf einem ganz guten Weg?
Harald Schwarz: Wir sollten uns bei der Energiewende ehrlich machen. Es ist zwar richtig, dass aktuell rund 40 Prozent unseres Stroms aus Erneuerbaren erzeugt wird – aber nur 20 Prozent unseres gesamten Energiebedarfes wird über Strom gedeckt. Insgesamt haben Wind und Sonne nur einen Anteil von rund acht Prozent unseres gesamten Energiebedarfes.
WELT: Wo hakt es?


