Verstoß gegen deutsches Eichrecht

ALLE Tesla-Ladesäulen sind illegal

12.08.2022
Lesedauer: 2 Minuten
Alle Tesla-Ladesäulen in Deutschland sind nicht gesetzeskonform Foto: Intern AUTO BILD Syndication

Mehr als 1800 Tesla-Ladesäulen für E-Autos gibt es in Deutschland – alle sind illegal.

Das zeigt eine Untersuchung des Förderprojekts „IKT für Elektromobilität“. Demnach und den Herstellerangaben zufolge entsprechen die Elektro-Tankstellen nicht dem deutschen Eichrecht, wie das „Handelsblatt“ am Donnerstag berichtete.

Das Problem: Die Ladesäulen haben keinen Zähler. Kunden wissen also nicht genau, wie viel Strom abgerechnet wird. Aber genau dieser Zähler wird vom deutschen Recht vorgeschrieben.

„Es ist zu erwarten, dass sich der Nachrüstungsprozess von Schnellladeinfrastruktur noch bis zum Ende des Jahres 2023 hinziehen wird“, sagte Katharina Boesche vom IKT der Zeitung.

Den Behörden sind die illegalen Ladesäulen bekannt – und offenbar egal: „Der gesetzeswidrige Betrieb wird nicht behindert und nicht sanktioniert“, sagte der Leiter des Bayerischen Landesamts für Maß und Gewicht, Thomas Weberpals, dem „Handelsblatt“.

„Es wurde und wird auf einen rechtmäßigen Zustand hingewirkt“, erklärte das Landesamt für Mess- und Eichwesen Berlin-Brandenburg, das für Teslas Nachrüstung zuständig ist.

Tesla kündigt E-Lastwagen an

Zuletzt hatte Tesla-Chef Elon Musk (51) am Mittwoch bei Twitter angekündigt, bis Ende des Jahres erste Elektro-Sattelschlepper auszuliefern. Dabei war die Rede von einem E-Lastwagen mit rund 800 Kilometern Reichweite. Er nannte keine weiteren Details wie etwa Stückzahlen. Nach früheren Äußerungen Musks wurde die Produktion des Sattelschleppers Tesla Semi für das kommende Jahr erwartet.

Das Fahrzeug wurde von Musk Ende 2017 vorgestellt und die Produktion damals für 2019 in Aussicht gestellt. Danach zog es Tesla allerdings vor, die vorhandenen Kapazitäten in der Batterie-Produktion für Personenwagen zu verwenden.

Tesla verspricht geringere Kosten als beim Betrieb herkömmlicher Diesel-Lastwagen unter anderem durch günstigen Strom an seinen speziellen Schnell-Ladestationen in den USA sowie einfachere Wartung. Unter den Interessenten sind Logistik-Dienste wie Fedex, DHL und UPS sowie der Supermarkt-Riese Walmart. Es soll auch eine Ausführung mit einer Reichweite von rund 480 Kilometern geben.

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