Brisante Studie

71 Prozent der Deutschen für Kernkraftwerke

30.01.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Ab Mitte April soll nach dem Willen der Regierung Schluss sein mit der Kernkraft – doch die Mehrheit der Deutschen ist dagegen Foto: picture alliance/dpa

Die Deutschen wollen das Kernkraft-Aus nicht!

Das ist das klare Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). Nur 29 Prozent der Deutschen wollen demnach, dass Atomkraft „gar nicht mehr“ genutzt wird.

► Die überwältigende Mehrheit von 71 Prozent will – anders als von der Ampel beschlossen – Kernkraft weiter nutzen („mehr“, „so wie jetzt“ oder „weniger“).

Ganz vorne im Energiequellen-Ranking liegt Gas: „Bis der Energiebedarf durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann, bevorzugen die Deutschen an erster Stelle Gas“, so der Tenor der Studie.

An zweiter Stelle: die Kernkraft!

Einigkeit zwischen Union und FDP

Viele Stimmen aus CDU/CSU-Fraktion und FDP sind sich einig: Der Wille der Menschen muss umgesetzt werden.

Wirtschafts-Politikerin Julia Klöckner (50, CDU) zu BILD: „Angesichts der aktuellen Energiekrise ist es fahrlässig, die CO2-freie Kernenergie stillzulegen und stattdessen mehr Kohlekraftwerke laufen zu lassen. Gerade die Krise rechtfertigt eine Verlängerung der Laufzeit für die nächsten zwei Jahre.“

Das werde sich auch beim Strompreis bemerkbar machen, der im vergangenen Jahr massiv angestiegen ist. „Die Bevölkerung scheint hier schon weiter als die Ampel zu sein. Das macht auch die Umfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung deutlich“, sagte Klöckner.

Michael Kruse (39, FDP) zu BILD: „Die Deutschen wollen, dass die Kernkraftwerke weiter laufen. Wir sollten das ermöglichen. Das Klima wird es uns danken.“

Mark Helfrich (44, CDU) zu BILD: „Die neuste KAS-Studie belegt eindrucksvoll: Mit dem Kernenergie-Aus der Ampel zwingt eine gesellschaftliche Minderheit der Mehrheit ihren ideologischen Kurs auf.“

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