40 Cent pro Kilowattstunde: Strompreis steigt um 1.000 Prozent

03.08.2022
Lesedauer: 2 Minuten
40 Cent pro Kilowattstunde: Strompreis steigt um 1.000 Prozent Foto: EFAHRER.com

Die Preis-Rallye an den Strombörsen geht weiter: In dieser Woche haben die Preise für die 1-Jahres-Abdeckung der Grundlast an der Börse rund 400 Euro pro Megawattstunde (MWh) erreicht. Diese Grenze wurde in Deutschland somit zum ersten Mal überhaupt durchbrochen.

Nicht nur die Gaspreise, sondern auch die Strompreise klettern aktuell in ungekannte Höhen: Der 1-Jahres-Termin für Grundlaststrom in Deutschland ist laut dem Energieexperten und Bloomberg-Kolumnisten Javier Blas zum ersten Mal überhaupt auf über 400 Euro/MWh gestiegen, also über 40 Cent pro Kilowattstunde. 

Für die energieintensive verarbeitende Industrie des Landes könne das echte Schwierigkeiten bedeuten, so Blas. Der aktuelle Preis auf dem Terminmarkt sei somit rund 1.000 Prozent höher als im Durchschnitt des Zeitraums von 2010 bis 2020. In dem Jahrzehnt von 2010 bis 2020 habe man für die gleiche Menge Strom im Schnitt 41,10 Euro/MWh zahlen müssen.

Vor einem Jahr lag der Strompreis am Großhandelsmarkt noch bei unter 100 Euro. Seither klettern die Strompreise jedoch. Laut dem Energieberater ISPEX lag der Schlusskurs Mitte Dezember bei rund 200 Euro/MWh.

Somit hat der Strompreis bereits das Niveau überschritten, das für Endverbraucher normal ist. Im vergangenen Jahr lag der Strompreis für Endkunden im Schnitt bei etwa 32,6 Cent pro Kilowattstunde (kWh) – der Clou dabei ist jedoch, dass der Endkundenpreis sich nicht nur aus den Strompreisen an der Börse zusammensetzt, sondern Netzentgelte, Steuern und Abgaben den überwiegenden Teil des schlussendlichen Preises ausmachen.

Als Haupttreiber der steigenden Stromkosten gelten die Gaspreise. Aktuell gibt es jedoch keine Stromknappheit in Deutschland. Deutschland plant, schnellstmöglich weniger Erdgas für die Stromerzeugung einzusetzen. Um das umsetzen zu können, dürfen nun auch Steinkohlekraftwerke vorübergehend wieder ans Netz, berichtet die Tagesschau . Auch über die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken wird aktuell diskutiert.

Auch im Atomstrom-Land Frankreich sind die Stromkosten aktuell jedoch sehr hoch: Wie Javier Blas auf Twitter erklärt, lag der 1-Jahres-Termin für Grundlaststrom in Frankreich in dieser Woche bei 520 Euro/MWh – das sind nochmal 120 Euro mehr als in Deutschland.

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Dieser Artikel wurde verfasst von Tobias Stahl

Das Original zu diesem Beitrag „40 Cent pro Kilowattstunde: Strompreis steigt um 1.000 Prozent“ stammt von EFAHRER.com.EFAHRER.com

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