Sänger Meat Loaf ist tot

„Unser Herz ist gebrochen“

21.01.2022
Lesedauer: 3 Minuten
Meat Loaf: Der Sänger ist tot. (Quelle: Kevin Winter/Getty Images)

Der als Michael Lee Aday geborene Grammy-Gewinner Meat Loaf ist tot. Wie sein langjähriger Agent bestätigte, verstarb er am Donnerstagabend.

Pomp, Pathos und Bombast, Frack, Seidentuch und Rüschenhemd: Für Meat Loaf war es nie zu viel. Gefeierte Welterfolge und dramatische Abstürze prägten seine Karriere. Jetzt ist er tot. Der US-Sänger verstarb am Donnerstag an der Seite seiner Frau Deborah. Er wurde 74 Jahre alt. Dies bestätigt Meat Loafs langjähriger Agent Michael Greene dem US-Magazin „Deadline“.

Wie es in dem Bericht heißt, hatten auch die Töchter des Sängers, Pearl und Amanda, sowie enge Freunde die Gelegenheit, in seinen letzten Stunden bei ihm sein zu können. Die Todesursache sei dem Bericht zufolge nicht bekannt. Auch auf der offiziellen Facebook-Seite des Sängers wurde der Tod inzwischen bestätigt. 

„Unser Herz ist gebrochen“, heißt es dort in Trauer um den Rockstar und weiter: „Wir wissen, wie viel er so vielen von euch bedeutet hat. Umso mehr wissen wir all die Liebe und Unterstützung in dieser Zeit der Trauer um diesen so inspirierenden Künstler und wunderschönen Mann wirklich zu schätzen.“

Meat Loafs Kultstatus durch „Rocky Horror Picture Show“

Dem „I’d Do Anything For Love“-Sänger gelang vor allem mit seinem 1977 erschienenen Album „Bat Out Of Hell“ ein Riesenerfolg. Bis heute gehört es zu den 35 meistverkauften Alben in der US-Geschichte. Insgesamt verkaufte Meat Loaf über 100 Millionen Alben während seiner rund 50-jährigen musikalischen Laufbahn.

Außerdem machte sich Meat Loaf auch einen Namen als Schauspieler. Mit seiner Rolle des Eddie in der „Rocky Horror Picture Show“ erlangte er Kultstatus. Er wirkte in über 65 Filmen mit, darunter auch der David-Fincher-Klassiker „Fight Club“.

Meat Loaf: Der Sänger ist tot. (Quelle: Jason Kempin/Getty Images)

Meat Loaf: Der Sänger ist tot. (Quelle: Jason Kempin/Getty Images)

Dennoch war nicht alles rosig, vor allem die Kindheit des Sängers war hart. Seine Mutter starb früh an Krebs, sein Vater war Alkoholiker und verprügelte ihn, wie er später öffentlich machte. Von ihm bekam er auch seinen ins Deutsche als „Fleischklops“ oder „Hackbraten“ übersetzen Spitznamen verpasst. „Mein Vater nannte mich „Meat“, weil ich als Baby so rot war. Auf der High-School wurde ich dann irgendwann von meiner Football-Mannschaft „Meat Loaf“ genannt.“

Ende der Sechziger, Meat Loaf war gerade volljährig geworden, zog er aus seiner texanischen Heimat Dallas nach Los Angeles um. Dort gründete er diverse Bands, spielte in den Vorprogrammen von Joe Cocker und Iggy Pop. Schließlich ergatterte er eine Rolle in dem Musical „Hair“ – und seine Erfolgskarriere nahm ihren Lauf. Mit dem Texter, Komponisten und Musikproduzenten Jim Steinman schuf er 1974 „Bat Out Of Hell“.

Meat Loafs Auf und Ab: In den Neunzigern folgte das Comeback

Auf der folgenden Welttournee ruinierte sich der Rock-Koloss seine vier Oktaven umfassende Stimme. Meat Loaf stürzte ab: Depressionen und eine Alkoholsucht setzten ihm zu. Seine Manager verklagten ihn, er war pleite und auch die Freundschaft zu Steinman ging in die Brüche. Die folgenden Platten waren wenig erfolgreich.

Doch Meat Loaf rappelte sich auf. Anfang der Neunzigerjahre versöhnte er sich mit Steinman und produzierte mit ihm das zweite „Bat Out of Hell“-Album, das heute für eines der größten Comebacks der Musikgeschichte steht. Die erste Auskopplung „I’d Do Anything for Love (But I Won’t Do That)“ eroberte die Charts – 16 Jahre nach seinem ersten internationalen Erfolg war er wieder ganz oben.

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