Trauer um Wilfried Dziallas (77)

TV-Star stirbt trotz Doppelimpfung an Corona

21.09.2021
Lesedauer: 2 Minuten
Fürs „Großstadtrevier“ schlüpfte er in die Uniform: Wilfried Dziallas als sympathischer Revierleiter Bernd Voss Foto: picture-alliance / dpa

Hamburg – Für jemanden, der es gerne komisch mochte, hat sein Leben ein tragisches Ende genommen.

Wilfried Dziallas ist tot. Am Sonnabend starb der beliebte Hamburger „Ohnsorg“- und „Großstadtrevier“-Star mit 77 Jahren in seiner Heimatstadt Hamburg.

BILD weiß: Schuld war Corona. „Ich bin so erschüttert. Er war doppelt geimpft. Sein Tod macht mich unglaublich betroffen“, sagt seine Agentin Regine Schmitz zu BILD.

Schon als kleiner Bub wollte Wilfried Dziallas die Bühnen der Welt erobern: Mit neun Jahren inszenierte er auf einer Waldschonung den fünften Streich von Buschs „Max und Moritz“, allerdings mit mäßigem Erfolg.

Teaser-Bild
Wilfried Dziallas und Heidi Mahler 1998 im Lustspiel „Bett un Fröhstück“ im Ohnsorg-Theater
Foto: picture-alliance / dpa

Nach dem Gymnasium machte er eine Kaufmanns-Ausbildung, studierte Volkswirtschaft in den USA, nahm Schauspielunterricht.

Ans Ohnsorg-Theater brachte ihn vor 35 Jahren ein glücklicher Zufall: Ein Regisseur war krank, Dziallas sprang ein.

Mit Erfolg! „Kramer Kray“ wurde eine viel gelobte Inszenierung. Dziallas blieb. Erst als Gast, dann als Ensemble-Mitglied, Regisseur, Schauspieler, Autor.

Vor 17 Jahren wollte er es im TV wissen, übernahm für drei Jahre die Rolle des Revierleiters Bernd Voss im „Großstadtrevier“. Und wurde zum Gesicht Hamburgs.

Teaser-Bild
Die Crew vom Großstadtrevier: Bernd Voss (Wilfried Dziallas), Henning Schulz (Till Demtröder), Katja Metz (Anja Nejarri), Dirk Matthies (Jan Fedder), Harry (Maria Ketikidou), Lothar Krüger (Peter Heinrich Brix) und Fabian Brandt (Tommaso Cacciapuoti). v.l.n.r.
Foto: ARD/Thorsten Jander

„Er war ein hervorragender Theaterschauspieler, passte wunderbar in die ‚Großstadtrevier‘-Familie. Es war eine Freude, mit ihm zu arbeiten. Ein Mann mit Herz, ein großer Verlust“, sagt Produktionsleiter Joerg Pawlik.

Auch Ohnsorg-Intendant Michael Lang (58) trauert: „Wilfried Dziallas war ein Glücksfall für das Ohnsorg-Theater. Wer ihn hinter den Kulissen näher kennenlernte, erlebte seinen ‚Schalk im Nacken‘, mit dem er jede noch so vertrackte Situation souverän lösen konnte. Wir verlieren einen wunderbaren Künstler, großartigen Kollegen und aufrechten, ehrlichen Freund, mit dem wir gerne ‚noch viele Pferde gestohlen‘ hätten. Wir sind in Gedanken bei seiner Familie.

Das könnte Sie auch interessieren

Für Energiekonzern
01.12.2024
EU-Plan gescheitert
29.11.2024
ARD-Show "Die 100"
26.11.2024
Abstimmung über neue EU-Kommission
27.11.2024

Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

15 + fünfzehn =

Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

Anklage wegen Menschenhandels und sexueller Gewalt
18.11.2024

Neueste Kommentare

Trends

Alle Kategorien

Kategorien