Die Band „Florence & the Machine“ hat am Freitagabend auf dem Tempelhofer Feld mit ihrem Auftritt für ein regelrechtes Erdbeben gesorgt. Während der Performance gibt es für die Fans kein Halten mehr. Als die Masse in die Luft springt, löst das eine echte Erschütterung aus.
Ein Erdbeben in Berlin? Am Freitagabend registrierte die Seite „erdbebennews.de“ plötzlich viele Anfragen aus der Hauptstadt. Gegen 21 Uhr meldeten die User spürbare Erschütterungen rund um das Tempelhofer Feld.
Der Betreiber der Seite, Geowissenschaftler Jens Skapksi, forschte nach. „Normalerweise haben wir ja keine Erdbeben in Berlin“, sagte er dem „rbb “. „Deshalb wollte ich es genauer wissen.“
Konzertbesucher springen – und lösen Erdbeben aus
Ein Blick in die Daten brachte dann Aufklärung: Um genau 20.58 Uhr registrierten seismologische Stationen einen überdurchschnittlichen Ausschlag mit der Stärke 1,4 auf der Lokalmagnitudenskala, wie er auf Twitter schreibt. „Das ist äquivalent mit einem kleinen Erdbeben.“
Mehrere Anwohner im Süden von #Berlin berichteten am Freitagabend von spürbaren Erschütterungen, vor allem rund ums Tempelhofer Feld. Auch umliegende seismologische Stationen zeichneten ein Signal auf. Mehr dazu: https://t.co/YIN9fBORhq pic.twitter.com/KQqRzlO3fZ
— Erdbeben Deutschland (@ErdbebenDE) June 11, 2022
Eine natürliche Ursache dafür gab es aber nicht. Auslöser für die Erschütterungen waren vielmehr die tausenden Besucher des Rock-Festivals „Tempelhof Sounds“. Genau zum Zeitpunkt der wackelnden Erde spielte die Band „Florence & the Machine“.
Tempelhofer Feld war früher ein Flughafen – Boden konnte Energie aufnehmen
Unter Skapksis Post klärt ein Twitter-User auf: „Bei Florence & the Machine gab es gegen 21 Uhr einen Moment, wo ziemlich viele gleichzeitig gesprungen sind. Da hat man die Erschütterungen vor Ort auch gespürt.“
Laut Geowissenschaftler Skapksi ist für das Beben auch der Boden auf dem Tempelhofer Feld verantwortlich. Dieser konnte die Energie der springenden Massen gut aufnehmen und weiterleiten. Dadurch waren die Erschütterungen auch noch zwei Kilometer weiter spürbar.






