Woke-Irrsinn

Sängerin Adele entschuldigt sich für afrikanische Frisur

09.10.2021
Lesedauer: 2 Minuten
Adele beim Londoner Notting Hill Carnival 2020 Foto: adele/Instagram

Sängerin Adele (33, „Hello“, „Skyfall“) knickt unter dem Druck der Woke-Bewegung ein!

Die Sängerin entschuldigt sich für ein Foto aus dem Sommer 2020, auf dem sie beim Londoner „Notting Hill Carnival“ einen Jamaika-Bikini und sogenannten Bantu-Knoten im Haar trägt.

„I didn’t read the f–king room“ (deutsch: Ich habe den verdammten Raum nicht gelesen), sagte sie in einem Interview mit der britischen „Vogue“ – und meint damit, dass sie die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen wohl nicht mitgedacht habe.

Im Nachhinein, verstehe sie „total“, warum sie kritisiert wurde. Sie wolle zu ihren Fehlern stehen.

Der irre Vorwurf aus der Woke-Ecke: „Kulturelle Aneignung!“

Was ist „Woke“?

Woke kommt aus dem Englischen, bedeutet übersetzt „aufgewacht“. Die gleichnamige Bewegung will ein Bewusstsein für fehlende soziale Gerechtigkeit, Diskriminierung und Rassismus zum Ausdruck bringen.

Die Bewegung ist immer wieder in der Kritik, weil Aktivisten zum Teil militant für den vermeintlichen Schutz von Minderheiten eintreten und dafür zum Teil selbst rassistische Vorurteile gegen Menschen mit heller Hautfarbe und Andersdenkende haben.

Adele soll sich demnach „als weiße privilegierte Frau“ mit der aus Afrika stammenden Frisur kulturellen Ausdrucksformen benachteiligter Bevölkerungsgruppen angeeignet haben, ohne aber je selbst Diskriminierung erfahren zu haben.

Im Netz brach über die Sängerin, die das Foto selbst bei Instagram postete, ein Shitstorm ein. „Ein schwarzer Amerikaner würde möglicherweise von den Strafverfolgungsbehörden getötet werden, nur weil er diese Frisur trägt“ oder „Es fehle nur noch ein schwarz angemaltes Gesicht“, hieß es in den Kommentarspalten.

Es gab aber auch schon damals Rückendeckung: Neben vielen jamaikanischen Fans solidarisierte sich auch das aus Jamaika stammende Topmodel Naomi Campbell (51) mit Adele und sendete schwarze Herzen neben der Jamaika-Flagge.

Ein Jahr später, als Adeles Entschuldigung im „Vogue“-Interview zu lesen ist, hat der Instagram-Beitrag knapp 5,9 Millionen Likes und viele aktuelle, meist unterstützende Kommentare: „Danke, dass du unsere jamaikanische Kultur umarmst“, „Jamaikaner fühlen sich nicht angegriffen“ oder „Vergiss die Hater“ heißt es da.

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