Rückblick

Nicolas Cage wird 60: Das waren seine besten und schlechtesten Filme

07.01.2024
Lesedauer: 5 Minuten
© IMAGO / United Archives

Ein Oscar gehört zu seiner Laufbahn genauso wie 12 goldene Himbeeren. Zum 60. Geburtstag von Nicolas Cage blicken wir zurück auf seine Filmografie – und die größten Tops und Flops seiner Karriere.

Top 5: Mondsüchtig
Nur drei Jahre nach Start seiner Karriere unter neuem Namen gelang Cage mit „Mondsüchtig“ ein erster, großer Hit. Die oscarprämierte Romantikkomödie gilt als sein Durchbruch. In dem von Norman Jewison inszenierten Film geht es um eine junge Witwe (Cher), die sich in einer Vollmondnacht zu einer Vernunftehe entscheidet. Durch eine Folge tragischer Umstände verliebt sie sich dann aber in den jüngeren Bruder (gespielt von Cage) des Ehemanns. Unter dem hellen Licht des Mondes kommt es zwischen der jungen Frau und dem Pizzabäcker zum romantischen Chaos der Gefühle …
In „Mondsüchtig“ sieht man Cage von einer erstaunlich romantischen, gleichzeitig aber wilden Seite. Sein jugendlicher Charme spielt dem damals 23-Jährigen dabei in die Karten.

Top 4: Bringing Out the Dead – Nächte der Erinnerung

Rund 12 Jahre nach „Mondsüchtig“ landete Cage einen weiteren Hit. In „Bringing Out the Dead – Nächte der Erinnerung“ spielt Cage einen New Yorker Rettungssanitäter, dessen Alltag vom stetigen Wechsel aus Leben und Tod geprägt ist. Als er die heroinsüchtige Mary, Tochter eines ehemaligen Komapatienten, kennenlernt, macht er es sich zur Aufgabe, der jungen Frau zu helfen. Eine zunächst willkommene Ablenkung zum alltäglichen Chaos des Schmerzes. Doch nach und nach gerät Frank selbst in einen psychotischen Zustand, unfähig die Erinnerungen an die zahlreichen, miterlebten Unfälle und Tode zu verarbeiten. Schließlich glaubt er sogar, die Geister von Menschen zu sehen, denen er einst nicht helfen konnte.
Ein vergleichsweise unbekannter Martin-Scorsese-Film, in dem Cage die Rolle des wahnsinnig werdenden Rettungssanitäters grandios wiedergibt. 

Top 3: Kick-Ass

Ein vergleichsweise neuer Film mit Cage ist „Kick-Ass“ aus dem Jahr 2010. Die Superhelden-Saga von „Marv Studios“-Gründer Matthew Vaughn handelt von einem Highschool-Schüler, der sich im Internet einen grünen Anzug samt Maske bestellt, um die Welt künftig als „Kick-Ass“ vor dem Bösen zu bewahren. Das einzige Manko: Superkräfte hat er nicht. Dennoch findet er Unterstützung im rachsüchtigen Ex-Polizisten Damon Macready alias Cage und seiner kampftüchtigen Tochter Mindy (Chloë Grace Moretz). Cage als Polizist, der Rache an einem Drogendealer nehmen will, kommt in „Kick-Ass“ erstaunlich cool daher. 

Top 2: Im Körper des Feindes

Zurück ins Jahr 1997: In „Im Körper des Feindes“ schlüpft Cage in John Woos Sci-Fi-Action-Blockbuster in die Rolle des Terroristen Castor Troy, der vom FBI-Agenten Archer (John Travolta) gejagt wird. Archer ist für den Tod von Troys Sohn verantwortlich. Dem Agenten gelingt die Festnahme des Terroristen, doch als dieser urplötzlich im Gefängnis ins Koma fällt und künstlich am Leben erhalten werden muss, muss Archer einen Weg finden, um an wichtige Informationen zu gelangen, die nur Troy wissen kann. Das führt dazu, dass Archer Troys Identität annimmt. Dabei weiß er nicht, dass Troy kurz darauf in Archers Körper schlüpft. Und so sitzt Archer plötzlich im Gefängnis, während Troy draußen den Helden spielt.

Top 1: Leaving Las Vegas – Liebe bis in den Tod

Das Highlight von Cages Karriere: „Leaving Las Vegas – Liebe bis in den Tod“. Für seine Rolle in der erotischen Romanze bekam der Schauspieler 1996 den Oscar als bester Hauptdarsteller. Auch Cage selbst zählt „Leaving Las Vegas“ zu seinen liebsten Filmen überhaupt. An der Seite von Elisabeth Shue spielt er überzeugend einen gescheiterten Hollywood-Autor, der nach Las Vegas flüchtet, um seinen Kummer in Alkohol zu ertränken. Als er hier auf das Callgirl Sera trifft und mit ihr eine Beziehung beginnt, kommt ein Funken Hoffnung auf. Doch Ben kann dem Alkohol nicht absprechen – und auch Sera geht weiterhin ihrer Tätigkeit als Callgirl nach.

Nicolas Cage: Großes Talent oder Nichtskönner?

Nicolas Cage ist wohl einer der umstrittensten Schauspieler der heutigen Zeit. Die einen sehen in seinem Auftreten die große, schauspielerische Kunst, andere belächeln ihn für seine teils übertriebenen Darstellungen. Heute wird Cage 60 Jahre alt – Grund genug, einen Blick auf seine Karriere zu werfen. Das sind die Tops und Flops seiner Filmografie.

Gewiss war der Familienname „Coppola“ für Nicolas Cage zu Beginn seiner Karriere ein Sprungbrett, dennoch hat sich der Schauspieler auch unabhängig vom berühmten Onkel – dem „Pate“-Schöpfer Francis Ford Coppola – einen Namen gemacht und sich als einer der erfolgreichsten zeitgenössischen Schauspieler etabliert. 1984 ändere der damals aufstrebende Schauspieler seinen Nachnamen in „Cage“ – eine Hommage an den Marvel-Superhelden Lucas Cage. „Heldenhaft“ war dann auch das, was folgte. Bis heute wirkte er in mehr als 60 Filmen als Darsteller, Produzent oder Regisseur mit, gewann einen Oscar, einen Golden Globe Award. Allerdings wurde er auch mit 12 goldenen Himbeeren prämiert. Die Negativauszeichnung ist auch unter dem Titel „Anti-Oscar“ bekannt. 

Vom Oscar zum Anti-Oscar: Die fünf besten und fünf schlechtesten Filme mit Nicolas Cage sehen Sie in der obigen Fotostrecke.

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