Konzert

Nena Bei Rügen-Konzert: „Ja, jeder macht, was er will“

11.08.2021
Lesedauer: 3 Minuten

Bei einem Konzert erregte Nena erneut mit Aussagen Aufsehen. Es gefiel der Sängerin, dass ihr Publikum die Corona-Regeln missachtete.

Bergen/Rügen. 

  • Nena hat mit einem Konzert mal wieder für Aufregung gesorgt
  • Dieses Mal rief sie zwar nicht zur Missachtung der Corona-Regeln auf
  • Kommentare konnte sie sich dennoch nicht verschweigen

Sängerin Nena hat mit ihren Äußerungen zur Corona-Pandemie und Hygiene-Regeln zuletzt für hitzige Diskussionen gesorgt. Mehrere ihrer Konzerte wurden infolgedessen abgesagt – nicht aber ein Auftritt auf der Insel Rügen. Dort hat sich Nena erneut gegen die Corona-Maßnahmen ausgesprochen.

Bei dem Konzert am Sonntagabend fragte sie das Publikum: „Sagt mal Leute, hab ich irgendwie gesagt, dass ihr hier alle ganz nah und eng beieinander stehen sollt?“. Im Anschluss brachte die 61-Jährige ihre Missbilligung der aktuell geltenden Pandemie-Maßnahmen zum Ausdruck: „Ich hab’s nicht gesagt, aber ich freu mich, dass ihr es tut. Ja, jeder macht, was er will.“

Nena wehrt sich gegen Kritik: „Werde nicht zurückrudern“

Gleich zu Beginn des Konzerts stellte Nena klar: „Ich kann fühlen, dass ihr wisst, dass das, was ich gesagt hab, das ist, woran ich glaube. Und dass ich keinen, keinen Millimeter zurückrudern werde.“ Zwar ging sie nicht näher auf ihre Aussage ein – dafür brachte sie während des ganzen Konzerts immer wieder ihre Freude über die wenigen Corona-Regeln vor Ort zum Ausdruck. Die Sängerin genoss die Freiheiten, tanzte während eines Liedes zwischen den Sitzreihen und Gästen umher.

Laut Konzertveranstalter waren 1300 Gäste beim Konzert vor Ort. Für den Einlass mussten sie weder negativ auf Corona getestet, noch geimpft oder genesen sein – es sei denn, sie wollten direkt vor der Bühne tanzen. Eine Maskenpflicht bestand lediglich auf den Toiletten. Laut Veranstalter wurden alle Auflagen eingehalten.

Kritik an Corona-Maßnahmen: Nena erregte bereits viel Aufsehen

Bei früheren Konzerten traf das allerdings nicht zu: Nenas Auftritt in Berlin Ende Juli wurde vor einer Zugabe beendet, nachdem sich Nena laut eines Berichts des „Tagesspiegels“ gegen dieCorona-Maßnahmenausgesprochen hatte. „Mir wird gedroht, […] dass sie die Show abbrechen, weil ihr nicht in eure […] Boxen geht. Ich überlasse es in eurer Verantwortung, ob ihr das tut oder nicht“, sagte Nena laut Zeitungsbericht und Videos. Nach diesem Auftritt wurden ein Konzert im hessischen Wetzlar und ein weiteres im schleswig-holsteinischen Bad Segeberg abgesagt.

Im März erregte Nena auch in den sozialen Medien Aufsehen: Nachdem in Kassel Tausende Menschen gegen die Corona-Eindämmungsmaßnahmen auf die Straße gegangen waren, bedankte sich die Sängerin auf Instagram für die Proteste. Im Oktober löste sie wiederum mit einem Instagram-Beitrag Diskussionen über mögliche Verschwörungstheorien aus – betonte aber, dass sie nicht als Corona-Leugnerin verstanden werden wolle.(day/dpa)

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