"Forbes"-Liste kürt ihn als reichsten Mann der Welt unter 30

Kevin, das 2,8-Milliarden-Phantom

20.04.2022
Lesedauer: 2 Minuten
Eine dm-Filiale in Köln. In ganz Deutschland gibt es 3800 Ableger der Drogerie-Kette, mit 60000 Beschäftigten Foto: picture alliance / Rupert Oberhäuser

Dem Teenager (19) gehört die Hälfte der Drogeriekette dm. Aber nicht mal Angestellte aus dem Unternehmen kennen ihn

Stuttgart/Karlsruhe – Mit 18, 19 Jahren drehen Teenager meist so richtig auf. Den Führerschein gerade in der Tasche, fahren sie am Wochenende von einer Party zur nächsten.

Sie tanzen, hören laute Musik – und stellen ständig Selfies ins Netz, die ihren Freunden zeigen, was sie gerade so machen. Es gibt aber auch einen, von dem man gar nichts weiß und sieht: Kevin David Lehmann (19).

Er ist das 2,8 Milliarden-Euro-Phantom aus Baden-Württemberg

In der Milliardärsliste des US-Magazins „Forbes“ wurde Kevin Lehmann gerade wieder an die Spitze der Superreichen unter 30 gekürt, berichtet „Business Insider“. Aber wer ist dieser Milliardär aus dem Ländle?

Laut Wikipedia-Eintrag wurde Kevin David Lehmann irgendwann im September 2002 geboren. Als er 14 Jahre alt war, übertrug ihm der Vater, Günther Lehmann (angeblich 76), seine Anteile an der dm-Drogeriekette mit Sitz in Karlsruhe. Die Hälfte eines Imperiums mit 3800 Filialen und 60 000 Angestellten!

Dem 19-Jährigen gehört die Hälfte des Drogerie-Markt-Imperiums
Dem 19-Jährigen gehört die Hälfte des Drogerie-Markt-Imperiums
Foto: dpa

Aber wo steckt dieser Kevin David Lehmann bloß?

In Karlsruhe? Wer sind seine Freunde? „Wir kennen ihn auch nicht“, so ein Sprecher von dm. Die Familie wolle keinerlei Öffentlichkeit. Keine Fotos im Netz, keine Partys, keine Fußball-Turniere mit Gleichaltrigen? Ist das der hohe Preis für das viele Geld? Wahrscheinlich hat die Familie Angst vor Entführung. Zu Recht! Aber was macht das mit einem Teenager, der seine Jugend offenbar nicht öffentlich genießen kann?

Dr. Gottfried Barth (64), Vize-Chef der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik Tübingen: „Generell kann es ein Belastungsfaktor sein, wenn man nicht normal wie alle anderen aufwachsen darf. Die Entwicklung unter extremen Umständen kann aber auch eine besondere Reifehaltung mit sich bringen.“

Und wer weiß, vielleicht feiert Kevin genauso viel wie andere. Nur seine Freunde halten einfach dicht, stellen nichts ins Netz. Frei nach dem dm-Motto: „Hier bin ich Mensch, hier kann ich sein…“

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