US-Rapper

Kanye West will Putin treffen

12.01.2022
Lesedauer: 2 Minuten
Rapper Ye, damals noch Kanye West, auf einem Foto aus dem Jahr 2020 Foto: Evan Agostini / AP

US-Rapper Ye, besser bekannt als Kanye West, plant eine Reise nach Moskau. Laut seinem Berater will er dort Geschäfte mit einem Milliardär aushandeln – und mit dem russischen Präsidenten sprechen.

Im Oktober änderte Kanye West seinen Namen in Ye. Jetzt bricht er erneut zu neuen Ufern auf: Noch in diesem Jahr will der Rapper nach Russland fahren, um dort aufzutreten und Präsident Wladimir Putin zu treffen. »Er wird viel Zeit in dem Land verbringen«, sagte der Berater des Rappers, Ameer Sudan, dem Magazin »Billboard«. Russland werde dessen »zweite Heimat« werden.

Demnach will der Rapper in Russland eine seiner sogenannten Sonntagsshows aufführen – kirchenähnliche Konzerte mit Gospelchören.

Das Musikmagazin berichtete unter Berufung auf Sudan auch, dass West neue Geschäfte mit dem Immobilienmagnat Aras Agalarow aushandeln will – einem aserbaidschanisch-russischen Milliardär und Geschäftsmann mit Verbindungen zum ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.

Auch Agalarows Sohn, der Sänger und Unternehmer Emin Agalarow, soll beteiligt sein. Emin war bis 2015 mit Leyla Alijewa verheiratet, der Tochter des autoritär regierenden Präsidenten von Aserbaidschan, Ilham Alijew.

Emin Agalarow soll 2016 ein umstrittenes Treffen im Trump Tower koordiniert haben, bei dem Trumps Wahlmanager sich mit der Moskauer Anwältin Natalja Weselnitskaja trafen. Im Raum stand eine geheime Zusammenarbeit Trumps mit Kreisen in Russland.

Agalarow lernte die Trumps über den Miss-Universe-Schönheitswettbewerb kennen, den Trump Senior 2013 in Moskau veranstaltete. Als örtlicher Ausrichter agierte Aras Agalarows, der sich enger Beziehungen zu Putin rühmt. Sohn Emin sang bei dem Event und drehte später ein Musikvideo, in dem Trump auftrat. Der Vater plante sogar den Bau eines Trump Towers in Moskau.

»Ye ist Ye – er kann nicht kontrolliert werden«

Weder Reisebeschränkungen wegen der Coronapandemie noch politische Spannungen zwischen den USA und Russland würden Ye abschrecken, sagte Sudan laut »Billboard«.

»Kanye weiß mehr als der Durchschnittsmensch, was vor sich geht, er ist sich der Dinge sehr bewusst.« Es gehe ihm bei seinen Plänen nicht darum, sich gegen die USA zu stellen oder Konflikte zu verursachen. »Aber Ye ist Ye – er kann nicht kontrolliert werden«, sagte sein Berater.

Der Rapper veröffentlichte zuletzt im August ein zwei Stunden langes Album mit dem Titel »Donda«. Zuvor hatte West mit seinem Privatleben für Schlagzeilen gesorgt: Im Februar reichte seine Ehefrau Kim Kardashian nach fast sieben Ehejahren die Scheidung ein. Für Aufsehen hatte West zudem im vergangenen Jahr gesorgt, als er bei der US-Präsidentschaftswahl antrat, letztlich aber kaum Stimmen erhielt. ala/dpa

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