James Franco gesteht Sexsucht und Fehlverhalten gegenüber Frauen

23.12.2021
Lesedauer: 2 Minuten
US-Schauspieler James Franco gesteht seine Sex- und Alkoholsucht- Quelle: dpa-infocom GmbH

Vier Jahre hat er zu Vorwürfen der sexuellen Belästigung geschwiegen: Nun äußert sich Schauspieler James Franco zu seiner Sex- und Alkoholsucht. Das habe zu Fehlverhalten gegenüber Frauen geführt.

Schauspieler und Regisseur James Franco hat in einem Radiointerview offen über Sexsucht und Fehlverhalten gegenüber Frauen gesprochen. Der Sender SiriusXM veröffentlichte am Mittwoch Auszüge aus dem Gespräch, das am Donnerstag in ganzer Länge gesendet werden sollte. Darin äußerte sich der Hollywood-Star zu den Anschuldigungen mehrerer Frauen, die ihm vor vier Jahren in einem Zeitungsinterview sexuelle Belästigung vorgeworfen hatten. „Ich wollte niemanden verletzen“, sagte der 43-Jährige.

Mit dem Interview brach er nach vier Jahren sein Schweigen zu den Vorwürfen. „2018 gab es ein paar Beschwerden gegen mich und einen Artikel darüber, und ich dachte in dem Moment nur, ‚Ich sage besser nichts‘“, so Franco.

Es sei nicht angebracht gewesen, sich zu rechtfertigen, zudem habe es Menschen um ihn herum gegeben, denen er habe zuhören müssen. Er habe Frauen ständig betrogen und viele Menschen verletzt, gab der Schauspieler zu.

Er habe seitdem an sich gearbeitet und sich verändert, beteuerte Franco. Mit 17 Jahren habe er eine frühere Alkoholsucht in den Griff bekommen, aber danach sei er süchtig nach Ruhm und nach Sex gewesen. Sexsucht sei eine „mächtige Sucht“, von der 20 Jahre abhängig gewesen sei.

„Ich dachte, ich bin trocken“

Er habe jahrelang an Therapien teilgenommen und gedacht, „ich bin trocken“ und „lebe ein spirituelles Leben“, aber er habe das Fehlverhalten weiter gezeigt, ohne es zu merken.

Es sei falsch gewesen, mit Studentinnen in seiner inzwischen geschlossenen Schauspielschule etwas zu beginnen. „Ich hatte Sex mit Studentinnen“, gestand Franco.

Zwei ehemalige Schauspielschülerinnen hatten Franco 2019 unter anderem wegen Diskriminierung, sexueller Nötigung und Einschüchterung verklagt. Laut „People.com“ soll er in diesem Jahr eine Millionen-Entschädigung an die Frauen gezahlt haben.

Franco wirkte in Filmen wie „Milk“, „Spider-Man“, „The Interview“ und „The Disaster Artist“ mit. Seine Rolle in dem Survival-Film „127 Hours“ brachte ihm 2011 eine Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller ein.

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