Jackie Chan wurde als Actionheld aus Hongkong berühmt, aber seit Jahren sympathisiert er mit den chinesischen Machthabern. Zuletzt sang er, um das Regime zu ehren – doch seine Bewunderung geht noch weiter.
2004 nannte er Taiwans demokratische Präsidentschaftswahlen »einen Riesenwitz«, 2009 äußerte er sich abfällig über einen westlich-liberalen Lebenswandel (»Ich bin mir nicht sicher, ob es gut ist, frei zu sein«) – und vor sechs Jahren berief ihn die Kommunistische Partei (KP) dann in einen Ableger des Nationalen Volkskongresses: Seit Jahren schwenkt der Action-Star Jackie Chan, selbst geboren in Hongkong, immer stärker auf die Linie der chinesischen Machthaber ein.
Entfremdung zwischen Chan und Demokratiebewegung
Jetzt will Chan offenbar einen weiteren Schritt gehen: »Ich will Mitglied der Kommunistischen Partei werden.« Das sagte der 67-Jährige nach Berichten der chinesischen Staatszeitung »Global Times« bei einem Symposium in Peking, zu dem ausgewählte chinesische Filmschaffende eingeladen worden waren. »Ich sehe die Größe der Kommunistischen Partei, die nicht in hundert Jahren, sondern in nur wenigen Jahrzehnten liefert, was sie verspricht.«
Seit Jahren führen Chans politische Äußerungen zu einer Entfremdung zwischen dem Hollywoodschauspieler und der Demokratiebewegung in Hongkong; der »Bild«-Zeitung sagte die Aktivistin Glacier Kwong jetzt: »Wir glauben nicht, dass man ihn noch als Vorbild betrachten sollte.«
Zuletzt hatte Chan Anfang Juli bei einer Performance gesungen, die das hundertjährige Bestehen der KP feierte.





