Nein zu "Fast Fashion"

Greta Thunberg posiert auf „Vogue“-Cover – um die Modebranche zu kritisieren

09.08.2021
Lesedauer: 2 Minuten
Auch in der Mode brauche es einen ökologischen „Systemwechsel“, so Greta Thunberg in der Zeitschrift „Vogue“ - Quelle: AFP

Nun widmet sogar die Zeitschrift „Vogue“ Greta Thunberg ein Titelbild: Die Klimaaktivistin kritisiert in der skandinavischen Ausgabe des Magazins die so populäre Wegwerf-Mode – und verrät, dass sie seit Jahren keine neue Kleidung gekauft hat.

it diesem Posting dürften viele Fans von Klimaaktivistin Greta Thunberg nicht gerechnet haben: Die junge Schwedin stellte am Sonntagabend die Titelseite des neuen skandinavischen Ablegers des Modemagazins „Vogue“ auf ihre Social-Media-Kanäle online. Auf dem Cover zu sehen ist sie selbst, als Titelmodel in einem extra angefertigten Fotoshooting.

Die 18-Jährige trägt eine Art übergroßen Trenchcoat und streichelt dabei in einem Waldstück liebevoll ein Pferd. Dazu wies sie auf Twitter und Instagram auf die Probleme hin, die mit schneller Mode einhergingen. „Die Mode-Industrie trägt erheblich zum Klima- und Umweltnotfall bei, ganz zu schweigen von ihrem Einfluss auf die unzähligen Arbeiter und Gemeinschaften, die auf der ganzen Welt ausgebeutet werden, damit einige Fast Fashion genießen können, die viele als Wegwerfartikel behandeln.“

Dabei versuchten manche in der Branche mit kostspieligen Kampagnen, den Eindruck zu erwecken, nachhaltig, klimaneutral und fair zu sein, schrieb die 18-Jährige. Es handele sich dabei aber fast immer um reines Greenwashing – also Maßnahmen, mit denen sich Unternehmen ein grünes Image verleihen wollen, ohne wirklich etwas für Klima und Umwelt zu tun.

„So wie die Welt heute geformt ist, kann man Mode nicht in Massen produzieren oder „nachhaltig“ konsumieren“, so Thunberg. „Das ist einer der vielen Gründe, warum wir einen Systemwechsel brauchen werden.“

Kleidung aus recyceltem Materialien

Thunberg erzählte dem Magazin unter anderem, dass sie seit Jahren keine neue Kleidung mehr gekauft habe. „Das letzte Mal, dass ich etwas Neues gekauft habe, war vor drei Jahren, und es war Secondhand. Ich leihe mir einfach Sachen von Leuten, die ich kenne.“

Wie die Zeitung „Expressen“ berichtete, schrieb das Magazin selbst in einer Mitteilung, dass Thunberg die Werte der Zeitschrift zu nachhaltigem Leben und Umweltschutz teile. Die Kleidung, die sie auf den Bildern trage, sei aus nachhaltigem, recyceltem Material gemacht.

dpa/krott

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