Der bisherige DFB-Präsident Fritz Keller ist wie angekündigt zurückgetreten. Er übernehme persönlich Verantwortung für seine Nazi-Äußerung in Richtung von Vizepräsident Rainer Koch.
Der Präsident des Deutschen Fußballbundes, Fritz Keller, hat seinen bereits angekündigten Rücktritt vollzogen: „Ich übernehme damit persönlich Verantwortung für meine Entgleisung in der Präsidiumssitzung vom 23. April 2021, die trauriger Tiefpunkt der desolaten Führungssituation des DFB bleiben soll“, sagte Keller laut einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes. Der DFB müsse „sich verändern“.
Interimsweise wird der tief in der Krise steckende Verband bis auf Weiteres von den beiden Vizepräsidenten Rainer Koch (62) und Peter Peters (58) geführt, wie der DFB bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt hatte.
Koch als „Freisler“ bezeichnet
Keller war wegen seiner Nazi-Äußerung gegen Koch während einer Präsidiumssitzung Ende April massiv in die Kritik geraten. Der frühere Präsident des SC Freiburg hatte Koch als „Freisler“ bezeichnet. Roland Freisler war Vorsitzender des Volksgerichtshofes im Nationalsozialismus.
Am vergangenen Freitag verhandelte die Ethikkammer des Sportgerichts in der Sache, ein Urteil wird für diese Woche erwartet. Einfluss auf die Rücktrittsentscheidung hat es nicht mehr.





