BBC-Interview 1995 beruhte auf Manipulation

Dianas Geschichte MUSS neu geschrieben werden!

20.05.2021
Lesedauer: 4 Minuten
Quelle: BILD

Dieses Interview hat sich in das Gedächtnis eines jeden Royal-Fans eingebrannt.

Im Jahr 1995 gab Prinzessin Diana (†36) dem BBC-Journalisten Martin Bashir (58) ein spektakuläres Enthüllungs-Interview, das 23 Millionen Menschen im Fernsehen sahen. Die Mutter von Harry und William hat sich als damals 34-jährige ALLES von der Seele gesprochen. Essstörungen, Depressionen, der Druck des Königshauses, die Eheprobleme mit Ehemann Prinz Charles (72).

Und alle Welt fragte sich bis heute: Warum hat sie das gemacht? Wurde Lady Di dazu gedrängt? Und hat Bashir sogar kriminelle Methoden angewandt, um das Interview seines Lebens zu bekommen?

Dianas Bruder, Charles Spencer (57), hatte Martin Bashir in den Jahren danach immer wieder vorgeworfen, seine Schwester damals mit unlauteren Methoden manipuliert zu haben. Irgendwann waren die Vorwürfe und der Druck zu groß – die BBC ordnete eine interne Untersuchung zur Rolle Bashirs an.

Hat Bashir gefälschte Dokumente benutzt, um Diana zu manipulieren?

Sechs Monate lief nun eine Untersuchung, die von dem ehemaligen Richter Lord Dyson (77) geleitet und in der Schlüsselfiguren befragt wurden. Die zentrale Frage: Hat Martin Bashir gefälschte Dokumente benutzt, um Diana zu manipulieren und so zu einem Interview zu bewegen? Und wenn ja, wer wusste von den Machenschaften des Journalisten?

Seit Jahren kämpft Charles Spencer, der Bruder von Lady Di, um die Wahrheit hinter dem Interview seiner Schwester
Seit Jahren kämpft Charles Spencer, der Bruder von Diana, um die Wahrheit hinter dem Interview seiner Schwester
Foto: ddp images/Ferrari Press

Am Donnerstagnachmittag wurde der Bericht (rund 60 Seiten) veröffentlicht – und die ganze Wahrheit kommt endlich ans Licht. Dem „Telegraph“ lag das Ergebnis der Untersuchung bereits vor: Bashir hat sich das Interview mithilfe von Täuschungen verschafft!

Im Bericht steht außerdem: Die BBC hat ihre Standards verfehlt und versucht, das Fehlverhalten zu vertuschen. Bashir habe die damalige Ehefrau von Thronfolger Prinz Charles und deren Bruder Charles Spencer belogen und irregeführt, indem er ihnen gefälschte Kontoauszüge vorlegte.

Damit erweckte er zu Unrecht den Eindruck, Menschen wären bezahlt worden, Informationen über Diana preiszugeben.

1995 gab Prinzessin Diana dem Journalisten Martin Bashir ein spektakuläres Interview
Das exklusive Interview mit Diana und Martin Bashir wurde am 20. November 1995 ausgestrahlt
Foto: AAPimages / Supplied by Capital

Zum Zeitpunkt des BBC-Interviews waren Diana und Prinz Charles bereits getrennt, aber noch verheiratet. Besonders brisant: Sie sprach mit Bashir über ihre „Ehe zu dritt“ – gemeint war die Affäre von Charles mit Camilla Parker Bowles (73). Außerdem sagte Diana, dass Charles nicht in der Lage sei, König zu werden.

Hat Diana das alles aus freien Stücken erzählt oder war es der Druck, der auf ihr lastete?

Es soll sich um Kontoauszüge gehandelt haben, die belegen sollten, dass Palastangestellte gegen Geld mit der Presse sprechen. Das Argument: Diana muss nun unbedingt ihre Seite erzählen! Auch soll Bashir Diana damals erzählt haben, dass ihr Telefon verwanzt sei.

Wahrten jahrelang den schönen Schein: Lady Di und Prinz Charles hier im Jahr 1987
Wahrten jahrelang den schönen Schein: Lady Di und Prinz Charles hier im Jahr 1987
Foto: picture alliance

Besonders hart: Bashir soll Diana gefälschte Abtreibungsunterlagen vorgelegt haben – und brachte die Prinzessin damit gegen die Nanny ihrer Söhne William und Harry, Tiggy Legge-Bourke (55), auf.

Die Unterlagen sollen den Eindruck vermittelt haben, als hätte Legge-Bourke damals ein Kind abgetrieben und Diana soll letztendlich sogar davon überzeugt gewesen sein, dass Prinz Charles (72) der Vater des Ungeborenen war.

Dianas Bruder Charles Spencer, der damals zwischen Bashir und seiner Schwester vermittelte, fühlte sich reingelegt und kämpfte seit Jahren dafür, dass alle Hintergründe des Interviews endlich aufgeklärt werden. Dazu hatte er der BBC-Untersuchungskommission ein Dossier von acht Seiten Notizen vorgelegt, die er im September 1995 machte, als er einem Vorgespräch von Diana und Bashir beiwohnte.

Bereits ein Jahr nach dem Interview hatte es eine Untersuchung von Lord Tony Hall (70, wurde 2012 Generaldirektor bei BBC) gegeben, der Martin Bashir allerdings entlastete. Hall wird inzwischen vorgeworfen, an den Fälschungen beteiligt zu sein.

Nach dem Bericht könnten nun hohe Schadensersatzforderungen der BBC oder von Palastmitarbeitern folgen, die aufgrund des Interviews ihren Job verloren haben. Bashir hat die britische Rundfunkanstalt inzwischen verlassen, wie vor wenigen Tagen bekannt wurde. Er scheide aus gesundheitlichen Gründen aus …

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