"Schlimmer für die Königsfamilie als der Megxit!"

Brisante Epstein-Mail blamiert Prinz Andrew

22.07.2023
Lesedauer: 4 Minuten
Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (l.) und Prinz Andrew feierten früher zusammen. Und was wusste der Royal von Epsteins Machenschaften? Foto: AP, picture alliance / empics

Der Epstein-Skandal hört für Prinz Andrew (63) nicht auf. Eine Dinner-Mail sorgt nun für frischen Wirbel.

Wie tief war der Queen-Sohn in die Machenschaften des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (†66) verwickelt? Was wusste er über den Missbrauchs-Ring, den der Geschäftsmann jahrelang unterhielt?

Andrew behauptete 2019: Gar nichts! Er habe von 2006 bis 2010 nur EINMAL, im Dezember 2010, mit Epstein Kontakt gehabt. ABER: Nun ist eine E-Mail aufgetaucht, in der Epstein schreibt, dass er mit Andrew beim Abendessen war – geschrieben wurde sie im Juni 2010!

Prinz Andrew (l.) mit Jeffrey Epstein 2011 bei einem Spaziergang in New York
Prinz Andrew (l.) mit Jeffrey Epstein 2011 bei einem Spaziergang in New York. Epstein starb 2019 im Knast
Foto: ddp/News Licensing

„Andrew saß beim Dinner neben mir“

Der Skandal-Unternehmer schrieb damals an Jes Staley (66), zu dem Zeitpunkt Geschäftsführer bei der Bank J.P. Morgan: „Andrew saß gerade beim Dinner neben mir. Wir werden versuchen, uns diese Woche zu treffen. Gibt es etwas Neues über M? Das macht Spaß.“

Es ist nicht bekannt, wer oder was „M“ ist. UND: Am 15. April 2010 schrieb Epstein an Prinz Andrew: „Jes Staley wird am Donnerstag, den 22. April in London sein. Ich denke, Sie sollten sich treffen, wenn Sie in der Stadt sind.“ Andrew antwortet, dass er nicht verfügbar ist, aber in naher Zukunft New York besuchen wird.

Eine von zwei Privatinseln, die Epstein besaß. Sie gehören zu den US-Jungferninseln
Eine von zwei Privatinseln von Epstein. Sie gehören zu den US-Jungferninseln, die jetzt in New York klagen
Foto: picture alliance / Captital Pictures

„Schlimmer als der Megxit“

Wo kommen die Mails her? Sie stammen aus Gerichtsunterlagen, liegen dem britischen „Mirror“ vor. Die US-Jungferninseln haben in der Sache Epstein gegen die Bank J.P. Morgan in New York eine Zivilklage eingereicht, fordern umgerechnet 170 Millionen Euro Entschädigung. Die Königsfamilie blickt mit Sorge auf das Verfahren.

Ein Palast-Mitarbeiter zu BILD: „Der Epstein-Skandal ist schlimmer für die Königsfamilie als der Megxit, der Ausstieg von Harry und Meghan 2020.“

Auf seinen zwei Privatinseln, die zu den Jungferninseln gehören, hatte Epstein die minderjährigen Frauen missbraucht. Der Bank wird vorgeworfen, an den Verbrechen mitschuldig zu sein. Sie soll von den kriminellen Machenschaften gewusst haben, habe Epstein (beging 2019 in Untersuchungshaft Suizid) aber weiter als Kunde betreut.

Andrew 2019 in dem BBC-Interview mit Reporterin Emily Maitlis (52)
Andrew 2019 in dem BBC-Interview mit Reporterin Emily Maitlis (52)
Foto: ddp images/Ferrari Press

„Kontakt abgebrochen“

Aus dem Gerichtsverfahren sind schon mehrere Mails an die Öffentlichkeit gelangt – jetzt nun diese! Prahlte Epstein damals nur mit seinen Kontakten? Oder hat Andrew gelogen, als er im November 2019 in einem BBC-Interview behauptete, er habe zwischen 2006 und 2010 nur einmal Kontakt mit Epstein gehabt?

Andrew damals: „Ich habe den Kontakt zu ihm abgebrochen, nachdem ich erfahren hatte, dass gegen ihn ermittelt wurde, und das war später im Jahr 2006, und ich hatte bis 2010 keinen Kontakt mehr zu ihm.“

Hintergrund: Die Polizei von Palm Beach (Florida) hatte im März 2005 gegen Epstein wegen sexueller Belästigung ermittelt. Im Juni 2008 wurde er wegen der Aufforderung zur Prostitution zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt.

Weil aus dem Verfahren zwischen den US-Jungferninseln und der Bank noch mehr brisante Details durchsickern können, ist man im Palast im Alarmzustand.

Der Mitarbeiter: „Man beobachtet die Entwicklung genau. Ich glaube, wenn Andrew nicht Mitglied der Königsfamilie wäre, dann wäre er schon im Gefängnis. Aber er wird nie wieder eine aktive Rolle in der britischen Monarchie bekommen. Prinz Andrew war nie beliebt beim Palastpersonal. Er ist immer sehr launisch und von oben herab zu uns. Ein unangenehmer Mensch, mit dem keiner Mitleid hat.“

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