Für Hunderte Millionen von Dollar verkaufte Bob Dylan die Rechte an seinen Kompositionen und Songtexten an Universal Music. Die Rechte an den Aufnahmen der Folklegende gehen nun an einen Konkurrenten des Musikkonzerns.
Der legendäre US-Folkmusiker Bob Dylan hat die Rechte an allen seinen Aufnahmen an den Musikriesen Sony Music Entertainment verkauft. Die Vereinbarung gelte auch für »künftige neue Veröffentlichungen«, teilte Sony mit. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt, das Branchenmagazin »Variety« schrieb von 150 bis 200 Millionen Dollar (132 bis 176 Millionen Euro). Die Vereinbarung wurde laut Sony bereits im vergangenen Juli geschlossen, sie wurde aber erst jetzt publik.
May your song always be sung
— Columbia Records (@ColumbiaRecords) January 24, 2022
And may you stay forever young
Bob Dylan signed to Columbia Records in 1961 and today Sony Music announced it has fully acquired his entire catalog of recorded music, as well as the rights to multiple future new releases. pic.twitter.com/kgswC8jRVG
Der Literatur-Nobelpreisträger arbeitet schon seit mehr als 50 Jahren mit dem Label Columbia Records zusammen, das zu Sony Music gehört. »Ich bin froh, dass alle meine Aufnahmen dort bleiben können, wo sie hingehören«, wurde Dylan zitiert.
Der Singer-Songwriter hatte 1961 einen Vertrag mit Columbia Records unterzeichnet und dort sein Debütalbum »Bob Dylan« veröffentlicht. Zu seinen größten Erfolgen zählen Songs wie »Blowin‘ in the Wind« oder »Knockin‘ On Heaven’s Door«.
Ende 2020 hatte Dylan die Autorenrechte an seinen Songs – also die Rechte an den Melodien und Texten, nicht an den fertigen Aufnahmen – für geschätzte rund 300 Millionen Dollar an den weltgrößten Musikkonzern Universal Music verkauft. Um die Rechte an der Musik bekannter Künstler gibt es einen wahren Hype, zahlreiche Künstler wie etwa Taylor Swift, Fleetwood-Mac-Sängerin Stevie Nicks, Paul Simon oder Tina Turner schlossen in den vergangenen Monaten ebenfalls Rechte-Deals ab.
hba/dpa/AFP





