In Berlin fährt ein Mann in eine Menschenmenge: Eine Frau aus Hessen stirbt, mehrere Menschen werden verletzt. Die Polizei ermittelt mit Hochdruck.
- Unglück in Berlin: In der Rankestraße in Charlottenburg ist ein Autofahrer in eine Menschenmenge gefahren.
- Eine Tote und dutzende Verletzte: Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte sind in Berlin im Großeinsatz.
- Auto rast in Menschenmenge: Der mutmaßliche Fahrer des Unfallwagens wurde vorläufig festgenommen.
+++ 20.06 Uhr: Am frühen Mittwochabend soll das SEK in Berlin die Wohnung des 29-jährigen Fahrers durchsucht haben, nachdem der Tatverdächtige zunächst festgenommen wurde. Laut mehreren Medienberichten hätten sich rund zehn Einsatzkräfte, ausgestattet unter anderem mit einem Erkundungsroboter, Zutritt zu der Wohnung im Stadtteil Charlottenburg verschafft. Der Einsatz soll eine reine Sicherheitsmaßnahme gewesen sein. Ob und was die Ermittler in der Wohnung aufgefunden haben, ist zur Stunde noch unklar.
+++ 19.20 Uhr: Nach der tödlichen Autofahrt in Berlin hat sich die hessische Landtagspräsidentin Astrid Wallmann (CDU) zu Wort gemeldet. Die Politikerin hat auch im Namen der Abgeordneten ihr tiefes Mitgefühl ausgesprochen. „Ich bin tief betroffen über den entsetzlichen Vorfall“, sagte Wallmann am Mittwoch in Wiesbaden. „Der hessische Landtag ist in Gedanken bei den Angehörigen der getöteten Lehrerin, und wir hoffen, dass die Verletzten wieder vollständig genesen. Ebenso denken wir an die Kinder und Passanten, die diese Schreckensfahrt vor Ort miterleben mussten.“

Wallmann erinnerte in diesem Zusammenhang an die Amokfahrt in Volkmarsen. Vor zwei Jahren hatte ein Autofahrer beim Rosenmontagszug in Volkmarsen sein Fahrzeug in eine Menschenmenge gelenkt. Dutzende Menschen wurden dabei verletzt, unter ihnen waren 26 Kinder. „Es ist mir unbegreiflich, wie ein Mensch sein Auto gezielt in eine Menschenmenge steuern kann und damit bewusst so viel Leid Unschuldiger verursacht“, betonte die Landtagspräsidentin. „Ich hoffe für die Todesfahrt von Berlin auf vollständige Aufklärung der Hintergründe.“
Auto rast in Menschenmenge: Schüler aus Kaulbach-Schule in Hessen betroffen
+++ 17.00 Uhr: Bei der Schülergruppe aus Bad Arolsen (Landkreis Waldeck-Frankenberg) handelt es sich laut Angaben des hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein um eine zehnte Klasse. Wie unsere Redaktion erfuhr, stammen die Schülerinnen und Schüler von der Kaulbach-Schule. Laut Rhein wurde eine betreuende Lehrerin bei dem Vorfall in Berlin getötet. „Diese schockierende Nachricht aus Berlin macht mich fassungslos und tief betroffen. Meine Gedanken sind bei den Opfern, die voller Freude auf einer Klassenfahrt in der Hauptstadt waren. Den Hinterbliebenen der verstorbenen Lehrerin spreche ich mein tief empfundenes Beileid aus. Ich hoffe inständig, dass alle Verletzten vollständig genesen. Hessen hat der Stadt Berlin jedwede Unterstützung angeboten“, sagte Beuth am Mittwochnachmittag.
Hessens Kultusminister Alexander Lorz zeigte sich ebenfalls betroffen – und erklärte: „Wir haben umgehend Notfallbetreuungsteams nach Bad Arolsen geschickt, um den Angehörigen, Mitschülerinnen und Mitschülern sowie den Lehrkräften beizustehen. Ein Team aus der Schule ist auf dem Weg nach Berlin, um den Jugendlichen vor Ort sowie ihren Eltern zur Seite zu stehen. Neben der Aufklärung dieses Vorfalls ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler über die traumatischen Erlebnisse sprechen können.“ Auch der hessische Innenminister Peter Beuth betonte: „Die Behörden vor Ort tun alles Denkbare zur Aufklärung dieses Vorfalls. Die Kolleginnen und Kollegen der Berliner Polizei ermitteln mit Hochdruck in alle Richtungen. Mein Dank gilt den engagierten Kräften in der Bundeshauptstadt für ihren Einsatz.“
Berlin: Autofahrer rast in Menschengruppe – Innensenatorin dementiert Bekennerschreiben
+++ 16.45 Uhr: Die Berliner Innensenatorin Iris Spranger hat dem Bericht der Berliner Zeitung, wonach ein Bekennerschreiben im Auto gefunden worden sei, widersprochen. Es seien lediglich Plakate gefunden worden. „Es sollen Plakate sein, wo er sich über die Türkei äußert“, erklärte Spranger.
+++ 16.40 Uhr: Eine Lehrerin aus Hessen ist bei dem Vorfall mit einem Auto in Berlin ums Leben gekommen. Die Frau sei mit einer zehnten Klasse einer Schule aus dem nordhessischen Bad Arolsen in Berlin gewesen, teilte die hessische Landesregierung am Mittwoch mit. Ein Autofahrer war nahe der Berliner Gedächtniskirche mit seinem Wagen in eine Menschenmenge gefahren.
+++ 15.45 Uhr: Offenbar wurde im Auto des tödlichen Vorfalls in Berlin ein Bekennerschreiben gefunden. Das berichtet die Berliner Zeitung mit Verweis darauf, dass das Motiv des Fahrers weiterhin unklar sei. Allerdings soll es keine politische Motivation gegeben haben. Die Ermittlungsbehörden gehen laut Bericht von einer Amokfahrt aus, hingegen nicht von einem Terroranschlag.
Berlin: Autofahrer rast in Menschengruppe – Klasse stammt aus Nordhessen
+++ 15.00 Uhr: Laut Informationen unserer Redaktion stammt die in den tödlichen Vorfall involvierte Schulklasse aus Bad Arolsen (Landkreis Waldeck-Frankenberg) in Nordhessen. Zuvor war bekannt geworden, dass offenbar zwei Lehrer der Klasse in Berlin verletzt wurden (s. Update v. 13.45 Uhr).
+++ 14.45 Uhr: Nach dem tödlichen Auto-Vorfall in Berlin ist ein Team der Notfallseelsorge vor Ort. Pfarrer Justus Münster, Beauftragter der evangelischen Landeskirche für die Berliner Notfallseelsorge, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochmittag, es seien elf Seelsorgerinnen und Seelsorgern im Einsatz. Nach seinen Angaben war auch der Koordinator für die Notfallseelsorge im Erzbistum Berlin, Bruder Norbert Verse, dabei. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte der dpa vor Ort, an der Gedächtniskirche sei eine Stelle für die psychosoziale Notfallversorgung von Zeuginnen und Zeugen eingerichtet worden.
Auf der beliebten Einkaufsmeile nahe der Berliner Gedächtniskirche war am Vormittag ein Auto in eine Menschengruppe gefahren – eine Frau starb, viele weitere wurden verletzt.
+++ 14.00 Uhr: Unter den Opfern des tödlichen Vorfalls in Berlin ist laut Polizeiangaben eine Schulklasse (s. Update v. 13.45 Uhr). Diese kommt offenbar aus Hessen, wie eine Reporterin des Nachrichtenportals t-online auf Twitter berichtet. Zwei Lehrer der Klasse zählen offenbar zu den Opfern. Das berichtet eine Augenzeugin der Reporterin.
+++ 13.45 Uhr: Vom tödlichen Auto-Vorfall in Berlin ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Schülergruppe betroffen. Die Polizei machte am Mittwoch zunächst keine Angaben dazu und verwies auf Angehörige, die noch informiert werden müssten. Auf Twitter gab die Behörde eine Möglichkeit bekannt, wie sich Angehörige informieren können: „Unsere Personenauskunftsstelle für Angehörige ist erreichbar unter 030 – 84854460“, hieß es. Bei dem Todesopfer handelt es sich um eine Frau. Die Schülergruppe kam nach dpa-Informationen nicht aus Berlin.
Berlin: Auto fährt in Menschenmenge – Polizei nennt Details zu Ablauf
+++ 13.15 Uhr: Wenige Stunden nach dem tödlichen Vorfall durch einen Autofahrer in Berlin wird der genaue Ablauf klarer. Wie die Polizei mitteilte, fuhr der Mann gegen 10.26 Uhr seinen Renault-Kleinwagen an der Straßenecke Ku‘damm und Rankestraße auf den Bürgersteig des Ku‘damms und in eine Menschengruppe. Dann fuhr er den Angaben zufolge zurück auf die Kreuzung und knapp 200 Meter weiter auf der Tauentzienstraße Richtung Osten. Kurz vor der Ecke Marburger Straße lenkte er den Wagen erneut von der Straße auf den Bürgersteig, touchierte ein anderes Auto, überquerte die Marburger Straße und landete im Schaufenster eines Parfümerie-Geschäfts mit der Adresse Tauentzienstraße 16.
Nahe der Kreuzung Kurfürstendamm, Rankestraße und Tauentzienstraße lag nach dem Vorfall eine abgedeckte Leiche. Untersucht wird von der Verkehrspolizei und der Kriminalpolizei, ob es sich um einen Unfall oder um eine vorsätzliche Tat handele, so die Polizei. Dazu müsse auch die Identität des Fahrers des Autos geklärt werden. Die Polizei nahm den Mann vorläufig fest.
An der Gedächtniskirche nahe dem Ort des aktuellen Geschehens war im Dezember 2016 ein islamistischer Attentäter in einen Weihnachtsmarkt gefahren. Damals starben zwölf Menschen, mehr als 70 wurden verletzt.
+++ 12.35 Uhr: Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hat sich schockiert über den Vorfall mit einem Toten und mehreren Verletzten in der Nähe der Gedächtniskirche gezeigt. „Ich bin in der Lagezentrale und informiere mich laufend. Meine Gedanken und mein tiefes Mitgefühl sind bei allen Betroffenen!“, twitterte Spranger am Mittwochmittag. „Ich bin schockiert über den Vorfall in Charlottenburg.“
Aktuell ist nach Angaben der Polizei Berlin auch ein Hubschrauber im Einsatz, mit dessen Hilfe sich die Einsatzkräfte einen Überblick über die Lage verschaffen wollen. Auch ein Rettungshubschrauber war zu sehen. Die Polizei ist derzeit nach eigenen Angaben mit rund 130 Kräften im Einsatz. Das Fahrzeug sei vor Ort sichergestellt worden.
Auto fährt in Menschenmenge in Berlin: Ein Toter und dutzende Verletzte – Fahrer festgenommen
+++ 12.00 Uhr: Die Polizei in Berlin hat einen Mann festgenommen, der am Mittwochvormittag mutmaßlich mit seinem Auto in eine Menschenmenge gefahren ist. Das sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz am Mittwochvormittag vor Ort. Der Mann sei zunächst von Passanten festgehalten worden. Details zum mutmaßlichen Fahrer nannte der Polizeisprecher zunächst nicht. Er werde vernommen und es werde geprüft, ob es sich um eine vorsätzliche Tat oder einen Verkehrsunfall handle, oder ob auch ein medizinischer Notfall in Betracht komme.
+++ 11.40 Uhr: Der Pressesprecher der Berliner Polizei, Thilo Cablitz, hat ein Statement abgegeben: „Wir wissen zum jetzigen Zeitpunkt nicht, ob es sich um eine Vorsatztat oder einen Verkehrsunfall handelt.“ Der mutmaßliche Fahrer des Fahrzeugs wurde von der Polizei vor Ort festgehalten. Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz und versorgten die Verletzten. Die Umgebung war weiträumig abgesperrt. „Aktuell befinden sich rund 60 Einsatzkräfte vor Ort oder sind auf der Anfahrt“, twitterte die Feuerwehr. Zunächst hatte die Feuerwehr von 30 Verletzten gesprochen. Auf einem Foto, das im Internet gepostet wurde, war ein Pkw zu sehen, der im Schaufenster eines Geschäfts steht.
+++ 11.30 Uhr: Laut Angaben der Berliner Feuerwehr gibt es insgesamt rund 30 Verletzte.
+++ 11.20 Uhr: Die Berliner Feuerwehr ist derzeit mit 60 Einsatzkräften vor Ort. Auch die Polizei befindet sich in einem Großeinsatz. Die Beamten teilen via Twitter mit: „Ob es sich um einen Unfall handelt oder vorsätzliches Handeln, ist noch nicht bekannt. Einsatzkräfte halten den Mann, der gefahren sein, soll vor Ort fest.“
Berlin: Auto rast in Menschenmenge – ein Mensch stirbt
Update vom Mittwoch, 8. Juni, 11.10 Uhr: Laut Angaben der Nachrichtenagentur AFP wurde ein Mensch getötet und acht Menschen verletzt. Bislang ist unklar, um was für ein Fahrzeug es sich gehandelt hat, das mutmaßlich am Mittwochmorgen in eine Menschenmenge in Berlin gefahren ist.

Erstmeldung vom Mittwoch, 8. Juni, 10.55 Uhr: Berlin – In der Rankestraße in Berlin-Charlottenburg ist ein Fahrzeug in eine Menschenmenge gefahren. Das bestätigte die Feuerwehr am Mittwoch (8. Juni) dem RBB. Nach ersten Angaben der Polizei soll sich der Vorfall am Mittwochmorgen nahe der Gedächtniskirche und dem Ku‘damm ereignet haben. Laut dpa-Informationen könnte es sich um einen Lastwagen gehandelt haben.
Mindestens zehn Menschen seien demnach verletzt worden. Weitere Informationen waren zunächst nicht bekannt. (iwe/tu/kh mit dpa/AFP)



