Berlin – Wieder wurde mit Menschenleben gespielt!
Am Montagmorgen standen Tausende in der Hauptstadt im Stau, weil Klima-Kleber die Straßen und Stadtautobahn blockierten. Und mittendrin wieder ein Rettungswagen! Trotz Blaulicht kommen die Retter nicht durch die Blechlawine, denn vorne kleben die Klima-Aktivisten auf der Stadtautobahn fest. Und die bange Frage, die sich alle stellen: Liegt in dem Krankenwagen ein Notfall-Patient? Geht es hier um Leben und Tod – und ich kann nicht Platz machen, weil Aktivisten die Straße blockieren?
BILD fragte bei der Feuerwehr nach, was es mit dem Einsatz auf sich hatte.
Foto: CHRISTIAN MANG/REUTERS
Zu dem Rettungswagen, der in der Höhe der Abfahrt Hohenzollerndamm trotz Blaulicht und Martinshorn seine Fahrt zum Einsatz abbrechen musste, sagt ein Feuerwehrsprecher zu BILD: „Den genauen Einsatzgrund für die Blaulichtfahrt kann ich nicht nennen, aber Sie können davon ausgehen, dass rechtzeitig Hilfe von anderer Stelle kam, um in der Notlage zu helfen.“
Nach langen Minuten, in denen der Rettungswagen feststeckte, stellten die Sanitäter im Fahrzeug das Blaulicht aus und verzichteten auf das Martinshorn, um weiterzukommen.
Der Sprecher dazu: „Die Kollegen durften dann in Absprache mit der Einsatzzentrale die Fahrt abbrechen, sie wären zu spät gewesen. Ein anderes Fahrzeug konnte den Auftrag annehmen.“
Foto: TOBIAS SCHWARZ/AFP
Hatte der Rettungswagen einen Notfallpatienten an Bord?
Bestätigen wollte der Feuerwehrsprecher das nicht, aber: „Wenn die Kollegen die Einsatzfahrt abbrechen, dann waren sie wohl erst auf Anfahrt. Mit einem Notfallpatienten an Bord hätten sie die Einsatzfahrt unter keinen Umständen abbrechen dürfen“, so der Sprecher.
Die Zahl der „verspäteten Einsatzfahrten“ infolge der Klima-Kleber bezifferte der Sprecher offiziell „mit mehr als zehn“ im gesamten Stadtgebiet (Stand 13.20 Uhr).
Foto: TOBIAS SCHWARZ/AFP
„Eine abschließende Zahl“ könne man verständlicherweise aber erst am Ende des Tages nennen. „Es gehen fortlaufend die Einsatzzahlen von 37 Feuerwachen in Berlin ein“, betonte er.


