Bei dem Protest gegen den AfD-Parteitag am Wochenende in Essen wurde ein Polizist schwer verletzt. Der Beamte habe weiterhin starke Schmerzen, berichtet „Bild“. Noch immer fahndet die Polizei mit einem Foto nach einem Verdächtigen.
Ein Polizist hat laut der „Bild“-Zeitung nach einem Angriff während einer Demonstration im Zuge des AfD-Parteitags in Essen vier Rippenbrüche und eine Gehirnerschütterung erlitten. Der Beamte habe weiterhin starke Schmerzen, hieß es. Wie die Essener Polizei am Montag mitteilte, werde er mehrere Wochen nicht dienstfähig sein.
„Bild“-Informationen zufolge wurden am Wochenende in Essen einige Polizisten von Linksextremisten attackiert. Ein Polizist wurde schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert – inzwischen sei er wieder entlassen.


Quelle: Polizei Essen
Die Polizei fahndet mit einem Foto nach einem Verdächtigen, der dem Polizisten gegen den Kopf getreten haben soll, als dieser am Boden lag. Der Täter habe sich mit einer medizinischen Maske getarnt, schreibt die Zeitung.
Weidel: „Was sich da draußen abspielt, hat mit Demokratie nichts zu tun“
Bei den Protesten gegen den AfD–Parteitag am Wochenende wurden insgesamt 28 Polizisten verletzt. „Bild“ berichtet, Polizisten seien ungefähr 15 Minuten lang von 200 Personen attackiert worden. Einer Polizistin und einem Polizisten sei dabei sogar noch gegen den Kopf getreten worden, als sie schon am Boden lagen, berichtet „Bild“. Sieben weitere Beamte seien mit leichten Verletzungen behandelt worden.


Quelle: REUTERS
Die Initiative Widersetzen hatte dazu aufgerufen, den AfD-Delegierten mit Sitzblockaden den Weg zum Parteitag zu versperren. Mehrere Stunden blockierten die Aktivisten Straßen und Kreuzungen. Mehrfach setzten die Beamten Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Ein „robustes“ Vorgehen sei nötig gewesen, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten, hieß es von der Polizei.
Der Start des Parteitags verzögerte sich schließlich um etwa eine halbe Stunde. „Das, was sich da draußen abspielt, hat mit Demokratie nichts zu tun“, sagte AfD-Chefin Alice Weidel auf dem Parteitag.
Insgesamt zog die Polizei nach dem AfD-Parteitag eine positive Bilanz: Das Einsatzkonzept habe sich bewährt. Bei insgesamt 34 Versammlungen mit mehreren zehntausend Teilnehmern sei es „überwiegend friedlich“ geblieben, hieß es in einer Mitteilung.
143 Strafanzeigen seien aufgenommen worden – meist wegen Widerstands und tätlichen Angriffs auf Einsatzkräfte. Laut Polizei-Mitteilung kamen 22 Demonstranten in Gewahrsam, 2 wurden vorläufig festgenommen. Alle seien inzwischen wieder auf freiem Fuß, so die Mitteilung.
mit dpa


