Im Hambacher Forst

Umweltschützer ließen ihren Müll im Wald liegen

08.01.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Überall im Wald liegt bereits seit vier Jahren Müll von den Aktivsten Foto: Dominik Sommerfeld

Köln – Sie erzählen allen, dass sie für die Umwelt kämpfen, doch wie umweltfreundlich sind die Aktivsten selbst? Im Hambacher Forst, dem Wald, in dem es vor vier Jahren zu erbitterten Auseinandersetzungen zwischen dem Aktivsten und der Polizei kam, liegt bis heute noch der Müll von Waldbesetzern.

Plastikbehälter, Reifen, Metallstangen und kaputte Räder stapeln sich im Wald. Zwischen den Bäumen verrotten zum größten Teil verlassene Baumhäuser der Aktivisten. Auf den Waldwegen stehen noch die Barrikaden und im Boden verlaufen Gräben, die ausgehoben wurden, damit keine Fahrzeuge zwischen den Bäumen durchfahren konnten.

Wer jetzt im Hambacher Forst spazieren geht, stößt auch vier Jahre nach den Auseinandersetzungen auf Hinterlassenschaften der Baumschützer. Die meisten von ihnen zogen dabei bereits 2020 nach der Zusicherung der Behörden, dass der Wald nicht gerodet wird, weg.

An den Waldwegen liegen Reifen und Metallstangen
An den Waldwegen liegen Reifen und Metallstangen
Foto: Dominik Sommerfeld

„Ich gehe regelmäßig im Wald spazieren und finde es unmöglich, dass dieser Müll hier seit Jahren liegt“, sagt Anwohner Wilfried Büchel (69) zu BILD. „Ich finde den Umweltschutz wichtig und fand selbst das Anliegen der Aktivsten, die Bäume zu erhalten, richtig. Aber es kann nicht sein, dass sie selbst der Umwelt Schäden antun und jetzt schon seit drei Jahren ihren Müll nicht wegbringen.“

Waldeigentümer ist eigentlich der Energiekonzern RWE. „Dieser Müll gehört den Aktivsten. Sie sind verantwortlich ihn zu entsorgen“, sagt der Sprecher des Unternehmens Guido Steffen. „Wir wollen nicht in den Wald fahren, um die Aktivsten zu provozieren. Es besteht immer noch Gefahr, dass unsere Mitarbeiter dort angegriffen werden.“

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