Selenskyj bestätigt

Ukraine will mit Russland Friedensverhandlungen aufnehmen

28.02.2022
Lesedauer: 2 Minuten
Auf diesem Standbild aus einem Video des Pressebüros des ukrainischen Präsidenten spricht Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, zur Nation. © Quelle: Uncredited/Ukrainian Presidentia
  • Russland und die Ukraine wollen Friedensverhandlungen aufnehmen – diese sollen an der ukrainisch-belarussischen Grenze stattfinden.
  • Das teilte das Präsidialamt in der ukrainischen Hauptstadt Kiew am Sonntag mit.
  • Ein Zeitpunkt wurde zunächst nicht genannt.

Kiew. Russland und die Ukraine haben Friedensverhandlungen vereinbart. Das Treffen werde an der ukrainisch-belarussischen Grenze stattfinden, teilte das Präsidialamt in der ukrainischen Hauptstadt Kiew am Sonntag mit. Es gebe keine Bedingungen.

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko habe die Verantwortung dafür übernommen, dass alle in Belarus stationierten Flugzeuge, Hubschrauber und Raketen während der Anreise der ukrainischen Delegation am Boden blieben. Ein Zeitpunkt wurde zunächst nicht genannt.

Die russische Delegation hatte zuvor mitgeteilt, sie sei bereit. „Die russische Seite und die russische Delegation vor Ort sind vollständig auf die Verhandlungen vorbereitet“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Ähnlich äußerte sich der russische Delegationsleiter Wladimir Medinski.

Bisher hatte Selenskyj Verhandlungen abgelehnt

Bisher hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Verhandlungen in Belarus abgelehnt. Das Nachbarland sei nicht neutral, sagte er zur Begründung. Lukaschenko hatte zugegeben, dass auch von belarussischem Gebiet aus zwei Raketen auf die Ukraine gefeuert worden seien.

Später telefonierte Selenskyj dennoch mit Lukaschenko. Wie die belarussische Staatsagentur Belta meldete, schlug Lukaschenko Russlands Präsidenten Wladimir Putin anschließend in einem Telefonat vor, dass die russische Delegation länger in Gomel auf die Ukrainer warten sollte als ursprünglich geplant. Moskau hatte Kiew zunächst ein Ultimatum bis 15 Uhr (13 Uhr MEZ) gestellt – und angekündigt, danach wieder abzureisen.

RND/dpa

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