Auffrischungsimpfung

Stiko wird Booster-Impfungen für alle ab 18 Jahren empfehlen

17.11.2021
Lesedauer: 2 Minuten
Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland steigt unaufhörlich. Infektionsepidemiologe Prof. Timo Ulrichs empfiehlt eine bundesweite Kontaktbeschränkung für Ungeimpfte: „Das Problem ist, dass jetzt alle Ungeimpften auf einmal angesteckt werden.“ Quelle: WELT/ Fanny Fee Werther

Am Mittwoch wird die Ständige Impfkommission erneut über Auffrischungsimpfungen beraten: Wie Stiko-Chef Thomas Mertens bei „Markus Lanz“ ankündigte, wird bald die Empfehlung für Booster-Shots für alle Menschen ab 18 Jahren kommen. Auch zur nötigen Impfquote äußerte er sich.104Anzeige

Boostern für alle – darauf setzt jetzt auch die Ständige Impfkommission (Stiko). Am heutigen Mittwoch werde sie erneut über ihre Empfehlung für Booster-Impfungen beraten, sagte Stiko-Chef Thomas Mertens im ZDF in der Diskussion mit Moderator Markus Lanz. „Und das wird nicht lange dauern, und dann wird die jetzt von Ihnen reklamierte Empfehlung auch kommen“, sagte der Epidemiologe.

Als der Moderator nachfragte, ab welchem Alter die Kommission die Auffrischung der Impfung empfehlen will, erklärte Mertens, dass dies für alle ab 18 gelten werde.

Auch bei der Frage nach der nötigen Impfquote in Deutschland korrigierte der Stiko-Chef frühere Einschätzungen: „Diese Aussage ist jetzt schärfer geworden, als sie noch im Sommer war. Wir müssen sicher irgendwo um 90 Prozent oder besser noch darüber“ sagte Mertens über den Anteil der Bevölkerung, der geimpft sein sollte. „Also je höher, desto besser. Und dann hätten wir wirklich die Chance, das Ganze so durchzustehen, dass es eben nicht zu diesen Problemen kommt, die wir jetzt haben“.

In der gleichen Sendung wich der FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff von der bisherigen Linie der Liberalen ab bei der Frage einer Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen. Er persönlich meine, dass man über eine „einrichtungsbezogene Impfpflicht“ durchaus reden könne.

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