Hamburg am Limit

Schon 107 Hotels für Flüchtlinge gemietet

09.05.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Im „Holiday Inn“ an den Hamburger Elbbrücken leben aktuell 380 Flüchtlinge Foto: SylentPressImages

Hamburg – Heute ist Flüchtlingsgipfel in Berlin. Längst überfällig. Das zeigen auch dramatische Zahlen aus Hamburg.

Aktuell leben hier 45 098 Flüchtlinge aus aller Herren Ländern in 250 unterschiedlichen Unterkünften – davon inzwischen auch in 107 Hotels und Pensionen!

Dazu kommen noch weitere rund 28 000 Ukrainer, die privat untergekommen sind. Macht zusammen: rund 73 000 Flüchtlinge.

Die Hamburger Behörden werden des Andrangs kaum noch Herr. Die „Auslastung des Gesamtsystems“ liegt bei 142,3 Prozent, heißt es aus der Sozialbehörde.

Mit anderen Worten: Jeder Flüchtlingsplatz ist quasi eineinhalbmal vergeben. Die Menschen müssen zusammenrücken, zusätzliche Betten werden in die Zimmer gestellt.

Ist besorgt: CDU-Fraktionschef Dennis Thering (39)
Ist besorgt: CDU-Fraktionschef Dennis Thering (39)
Foto: Christian Charisius/dpa

Neben den Hotels (11 290 Menschen sind hier untergekommen), gibt es noch acht Erstaufnahmen (2420 Menschen), 123 Containerdörfer oder schlichte Wohnungen (öffentlich-rechtliche Unterbringung, 27 908 Menschen) und 12 Notunterkünfte (ehem. Schulgebäude oder Lagerhallen, rund 2100 Menschen).

Viele dieser Daten hat CDU-Fraktionschef Dennis Thering (39) abgefragt. Er ist sehr besorgt: „Die Flüchtlingszahlen steigen rasant an. Die Bezirke sind mittlerweile an der Belastungsgrenze. Senat, SPD-Kanzler und EU müssen jetzt die irreguläre Migration nach Deutschland spürbar reduzieren.“

Außengrenzen müssten gesichert, Schleuser stärker bekämpft und Rückführungen abgelehnter Asylbewerber konsequent durchgeführt werden, sagt Thering.

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