»Kein besseres Organ, um die Basis zu berücksichtigen, als den Parteitag«: Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble setzt auf der Suche nach einer neuen CDU-Parteispitze auf Bewährtes – und warnt vor Einflüssen von außen.
Die CDU ringt nach dem fatalen Bundestagswahlergebnis um den richtigen Weg bei der Neuaufstellung der Partei. Diskutiert wird vor allem darüber, ob die Mitglieder bei einer personellen Erneuerung an der Spitze diesmal eingebunden werden sollten.
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hält eine Mitgliederbefragung auf der Suche nach einem neuen CDU-Bundesvorsitzenden für keine gute Idee. »Die CDU Deutschland hat kein besseres Organ, um die Basis zu berücksichtigen als den Parteitag«, sagte der Bundestagspräsident im Rahmen eines Literaturfestivals in Hamburg.
Auf vorherigen Parteitagen hatten Delegierte über die neue Spitze der Christdemokraten abgestimmt. Eine Abstimmung unter Mitgliedern könne dagegen etwa durch Meinungsumfragen beeinflusst werden, sagte Schäuble.
Laschet will Montag Vorschlag präsentieren
Die CDU/CSU war bei der Bundestagswahl auf 24,1 Prozent abgestürzt, während die SPD mit 25,7 Prozent stärkste Kraft wurde. CDU-Chef Armin Laschet hatte angekündigt, dass er den Spitzengremien der Partei an diesem Montag einen Vorschlag zur personellen Neuaufstellung vorlegen will. Auch Laschet sprach sich für eine stärkere Einbindung der Basis aus – ließ aber offen, in welcher Form.
flg/dpa-AFX



