Dreimal mehr als im Vorjahr

Rekordzahl von Migranten überquerte 2021 den Ärmelkanal

04.01.2022
Lesedauer: 2 Minuten
Flüchtlinge auf einem überfüllten Schlauchboot, im Hintergrund das Schiff einer Hilfsorganisation Mission Lifeline (Archivbild) - Quelle: dpa

Die Überfahrt über den Ärmelkanal ist gefährlich, immer wieder geraten Migranten hier in Seenot. Die Zahl der Menschen steigt, die versuchen, auf diesem Weg nach Großbritannien zu kommen. 2021 waren es mehr als 28.000.

Eine Rekordzahl von mehr als 28.000 Migranten ist im vergangenen Jahr über den Ärmelkanal nach Großbritannien gelangt. Dies ergab eine am Dienstag veröffentlichte Auswertung von Behördendaten durch die britische Nachrichtenagentur PA. Demnach erreichten mindestens 28.395 Migranten über den Kanal die britische Küste. Dies war eine um mehr als dreimal höhere Zahl als im Jahr 2020.

Die höchste Monatszahl von in Großbritannien über den Ärmelkanal angekommenen Migranten wurde 2021 im November erreicht – allein in diesem Monat trafen laut PA mindestens 6869 Menschen ein. Die höchste Tageszahl von über den Ärmelkanal eintreffenden Migranten wurde am 11. November verzeichnet – an diesem Tag waren es den PA-Angaben zufolge 1185.

Bei der Überfahrt über den Ärmelkanal geraten Migranten immer wieder in Seenot, viele kamen bei der Überfahrt schon ums Leben. So ertranken am 24. November mindestens 27 Migranten vor der nordfranzösischen Küste.

Die hohe Zahl von Migranten, die über den Ärmelkanal reisen, belastet die Beziehungen zwischen Großbritannien und Frankreich. Beide Seiten weisen sich gegenseitig die Hauptverantwortung dafür zu, die gefährlichen Überfahrten zu unterbinden.

Die Regierung des britischen Premierministers Boris Johnson hat einen Gesetzentwurf in das Parlament eingebracht, der ein härteres Vorgehen gegen Schleuser vorsieht. Auch sollen Asylbewerber leichter abgeschoben werden können.

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