AfD-Vorsitzender Tino Chrupalla spricht von einem Anschlag. Doch die Ermittler konnten bislang keinen Verdächtigen feststellen. Ein medizinisches Gutachten soll nun Licht ins Dunkel bringen.
Ingolstadt – Trotz intensiver Ermittlungen ist nach dem Krankenhausaufenthalt des AfD-Vorsitzenden Tino Chrupalla kein Tatverdächtiger ausfindig gemacht worden. Chrupalla wurde nach einem Vorfall bei einer Wahlkampfveranstaltung in Ingolstadt behandelt. Die Untersuchungen aufgrund des Verdachts auf Körperverletzung richten sich weiterhin gegen Unbekannte, teilte Oberstaatsanwältin Veronika Grieser am Donnerstag, 19. Oktober, mit. Ein forensisches Gutachten soll nun weitere Aufschlüsse bringen.
AfD-Chef Chrupalla auf Intensivstation: Ärzte entdeckten Einstichstelle am Oberarm
Kurz vor den Landtagswahlen in Bayern im Oktober musste Chrupalla vor einer geplanten Rede in Ingolstadt medizinisch versorgt und in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Aufgrund von gesundheitlichen Problemen wurde er vorübergehend auf der Intensivstation betreut.
Ärzte entdeckten eine Einstichstelle an Chrupallas rechtem Oberarm. Der Vorsitzende der AfD äußerte später, dass er Opfer eines Angriffs geworden sei. Bis heute bleibt jedoch unklar, wann und von wem Chrupalla mutmaßlich mit einer Nadel gestochen wurde. Es wurde berichtet, dass mehrere Personen in Ingolstadt Chrupalla nahe traten, um Selfies mit ihm zu machen. Tests auf Gift verliefen bisher ergebnislos.
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Gutachten soll Klarheit über Chrupallas Erkrankung bringen
Die Staatsanwaltschaft hat ein Gutachten vom Institut für Rechtsmedizin in München angefordert, „um alle offenen medizinischen Fragestellungen abzuklären“. Wann das Gutachten verfügbar sein wird, ist laut Grieser noch unklar.
Der Oberstaatsanwältin zufolge hat die Kriminalpolizei die meisten der bei der Wahlveranstaltung anwesenden Personen bereits befragt. Nur wenige Zeugenbefragungen sind noch offen. Darüber hinaus wurden etwa 50 Fotos und Videos analysiert. (elb/dpa)
Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung bearbeitet und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Elisa Buhrke sorgfältig geprüft.
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