Protest gegen EU-Agrarpolitik

Polnische Bauern blockieren Grenzübergang

Lesedauer: 2 Minuten
Bildquelle: tagesschau.de

Autobahnsperrung an der deutsch-polnischen Grenze: Polnische Bauern ärgern sich über die EU-Agrarpolitik – und haben deswegen den Grenzübergang Swiecko blockiert. Auch in Madrid protestierten wieder Landwirte.

Aus Protest gegen die EU-Agrarpolitik haben polnische Landwirte mit der Blockade eines Grenzübergangs zu Deutschland begonnen. Auf der polnischen Seite sei die Autobahn am Übergang Swiecko blockiert worden, sagte ein Polizeisprecher in Frankfurt (Oder). Die Autobahn – auf deutscher Seite heißt sie A12, auf polnischer Seite A2 – sei in beide Richtungen gesperrt worden.

Die Protestaktion soll bis Mittwochabend dauern. An den Autobahnen in der Region würden Autofahrer mit Warntafeln auf die Sperrungen hingewiesen.

Eine weitere Protestaktion polnischer Bauern ist laut Polizeiangaben am Grenzübergang Guben geplant. Auch diese Protestaktion soll bis Mittwochabend dauern.

Polnische Landwirte protestieren wie ihre Kollegen in anderen europäischen Ländern seit Wochen gegen die Umweltvorschriften der EU, die sie als zu restriktiv kritisieren. Sie kritisieren auch billige Importe aus der Ukraine. Dabei blockierten sie auch Grenzübergänge zu Deutschland und der Ukraine.

Der spanische Bauernverband droht mit schärferen Protesten.

Spanische Bauern demonstrieren in Madrid

Auch in Spanien demonstrierten erneut Tausende spanische Bauern mit Hunderten Traktoren in Madrid. Ein Vertreter ihres Verbands warnte, die Bauern würden ihre Proteste wieder verschärfen, wenn es keine Lösungen für die vielen Probleme des Agrarsektors gebe.

Die Zentralregierung in Madrid machte schon einige Zugeständnisse. Sie wurden von den Bauern aber als ungenügend bezeichnet. Neben fairen Preisen fordern die spanischen Bauern unter anderem eine stärkere Position in der Lebensmittelkette, strengere Kontrollen für Importe aus Nicht-EU-Ländern sowie weniger Umweltauflagen und Bürokratie. Viele fühlen sich durch bürokratische Auflagen zu stark kontrolliert.

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