Thüringens Innenminister Georg Maier hat angekündigt, dass die Polizei künftig einen Dauerdienst an der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl einführen wird. 1.900 Menschen haben eine Petition zur Schließung der Unterkunft unterzeichnet.
In der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge auf dem Suhler Friedberg sollen künftig rund um die Uhr Polizisten vor Ort sein. Wie Innenminister Georg Maier (SPD) MDR THÜRINGEN sagte, wird ein 24-Stunden-Dauerdienst eingeführt.
Bei den zusätzlichen Streifen in den angrenzenden Wohngebieten soll es auch künftig bleiben. Zudem sollen die Informationen zwischen der Polizei und den Ausländerbehörden zu straffällig gewordenen Bewohnern schneller ausgetauscht werden.
Petition zur Schließung der Unterkunft in Suhl
Am Montag endete zudem die Unterschriftenaktion für die Petition zur Flüchtlingsunterkunft in Suhl. Die Petition wurde von Oberbürgermeister André Knapp (CDU) im Thüringer Landtag eingereicht. Ziel ist die Schließung der Unterkunft. Bis zum Sonntag haben mehr als 1.900 Menschen die Petition auf den Listen oder der Internetseite des Landtags unterzeichnet.
Um eine öffentliche Anhörung zu erreichen, sind 1.500 Unterstützer notwendig. Diese Anzahl war bereits im Juni erreicht. Wie Anja Müller (Linke), die Vorsitzende des Petitionsausschusses im Thüringer Landtag sagte, wird die Petition im September im Ausschuss behandelt. Dann werde ein Termin für die öffentliche Anhörung festgelegt. Dieser findet voraussichtlich erst im November statt.
Kriminalität im Umfeld der Unterkunft
Nach Angaben des Suhler Oberbürgermeisters ist die Petition die Reaktion auf eine seit Jahren anhaltenden Serie von Sachbeschädigungen, Vandalismus, Diebstählen und Einbrüchen im Umfeld der Einrichtung sowie in den benachbarten Wohngebieten und der Innenstadt. Leider schaffe es ein kleiner Teil der Bewohner immer wieder, massiven Unfrieden zu stiften.
Migrationsminister Dirk Adams (Grüne) hat bereits mehrfach angekündigt, dass die Flüchtlingsunterkunft nicht geschlossen wird. Das Ministerium arbeitet an einem neuen Landesamt für Migration. Dort sollen Entscheidungen künftig schneller getroffen werden.



