Weil er keine Maske trug

Ordnungsamt-Brutalos brachen Schüler (17) die Nase

10.09.2021
Lesedauer: 2 Minuten
Alessandro S. (17) wurde ins Krankenhaus geprügelt – weil er keine Corona-Schutzmaske getragen hatte Foto: Privat

Hagen – Er hatte keine Corona-Maske getragen. Das musste ein Schüler bitter büßen: Der 17-Jährige wurde von Kontrolleuren brutal geschlagen – Nasenbeinbruch!

DAS ORDNUNGSAMT UND SEINE BRUTALOS!

Amtsgericht Hagen (NRW). Angeklagt wegen Körperverletzung im Amt: André S. (51) und Angelo L. (43).

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Ordnungsamt-Mitarbeiter André S. (51) muss 1500 Euro zahlen
Foto: ALEX TALASH

Schüler Alessandro S. (17) war im Januar mit Freunden in der City – ohne Maske (Bußgeld 50 Euro). Als die Kontrolleure auftauchten, hauten sie ab. Alessandro war nicht schnell genug!

Ordnungsamtsmitarbeiter Angelo L. schlug ihm die Hand ins Gesicht: „Das ist dafür, dass ich laufen musste!“ Am Dienstwagen kam André S. zum Einsatz, hämmerte Alessandros Gesicht zweimal gegen das Auto: „Jetzt kannst du dich verpissen.“

Mit Nasenbeinbruch.

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Auch das Verfahren gegen Angelo L. (43) wurde gegen eine Geldauflage (500 Euro) eingestellt
Foto: ALEX TALASH

Alessandro zu BILD: „Ich hatte Angst, dass mir keiner glaubt.“

Seine gebrochene Nase musste im Krankenhaus operiert werden. Eine weitere Nasen-OP steht ihm demnächst bevor.

Die Männer entschuldigten sich, das Verfahren wurde gegen eine Zahlung von 2000 Euro eingestellt. André S.: „Es war nicht meine Absicht. Es ist aus dem Ruder gelaufen.“

Nach BILD-Informationen drohen den beiden keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen.

Nebenklägervertreter Philippos Botsaris (38) zu BILD: „Opfer einer Gewalttat zu sein ist ein sehr einschneidendes Erlebnis, das monatelang das Leben negativ verändert. Umso dramatischer, wenn die Gewalt von ,Uniformträgern‘ ausgeht.“

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