Masken, Kittel, Anzüge und Co.

NRW verbrennt Corona-Schutzausrüstung für 33,3 Millionen Euro

02.11.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Quelle: picture alliance/pressefoto_korb/Micha Korb

Das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat mitgeteilt, dass die Haltbarkeit von Tausenden Paletten voller Corona-Schutzartikel abgelaufen ist. Gesucht werden nun Entsorger. Nur wenige Masken bleiben übrig.

Das Land NRW muss Schutzmaterial aus der Pandemie im Wert von 33,3 Millionen Euro verbrennen lassen. Laut Gesundheitsministerium ist die Haltbarkeit der Artikel abgelaufen. Im Lager der Bezirksregierung Düsseldorf geht es demnach zum Beispiel um Kittel, Anzüge, Masken, Handschuhe und Visiere.

Alleine die Düsseldorfer Bezirksregierung sucht einen Entsorger für 3600 Paletten Material – wobei mehr als die Hälfte davon vom Bund nach NRW geliefert worden war. Die Kosten der Bundes-Materialien sind in den 33,3 Millionen nicht eingerechnet. Auch die anderen vier Bezirksregierungen müssen in ihren Lagern laut Gesundheitsministerium jeweils mehr als 1000 Paletten mit Schutzausrüstung aussortieren und verbrennen lassen.

Übrig bleiben laut Ministerium 3,5 Millionen Masken, die noch zu gebrauchen sind: „Neuanschaffungen sind derzeit nicht geplant“. Die Landesregierung betont, dass man 90 Prozent der in der Pandemie besorgten Ausrüstung auch verteilt habe.

Und auch auf Bundesebene mussten Masken bereits im großen Stil vernichtet werden. Wie das Bundesgesundheitsministerium WELT im Sommer auf Anfrage mitgeteilt hatte, war die Vernichtung von 755 Millionen Masken geplant – sie sollten verbrannt werden. Die Masken wurden Anfang 2020 zu Pandemiebeginn beschafft und haben mittlerweile ihr Haltbarkeitsdatum überschritten. Betroffen seien 660 Millionen zertifizierte OP-Masken und rund 95 Millionen zertifizierte FFP2-Masken gewesen.

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