Riesen-Wut aus Afrika gegen Annalena Baerbock (42)!
Ein Prinz aus dem mindestens 14 Jahrhunderte alten Königshaus Benin in Nigeria geht auf unsere Bundesaußenministerin los, verhöhnt und verspottet sie ohne Rücksicht auf Diplomatie!
Hintergrund: Ein Zoff um wertvolle Kunstschätze, bei dem es Baerbock eigentlich nur gut gemeint hatte.
„Es tut mir leid, aber Ihre Außenministerin ist zu jung“, sagt Prinz Okpame-Edward Oronsaye an die Deutschen gerichtet. Er schob in der „Berliner Zeitung“ nach: „Sie hat keine Erfahrung, und manchmal merkt man das, wenn sie spricht.“
Baerbocks Sühne-Flop
Darum geht’s: Baerbock war Ende 2022 nach Nigeria gereist, um dem Staat die sogenannten Benin-Bronzen zu übergeben – britische Raubkunst, die irgendwann an deutsche Museen verkauft wurden – und die unsere Außenministerin nun pflichtschuldig ihren ursprünglichen Eigentümern zurückgeben wollte. Als kleines Symbol der späten kolonialen Sühne Deutschlands – obwohl es in Nigeria keine deutsche Kolonialgeschichte gibt.
Die Bronzen würden jetzt wieder dem nigerianischen Volk gehören, verkündete Baerbock vor Ort bei einer feierlichen Zeremonie mit hochrangigen Politikern des Landes.
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Doch die grüne Sühne-Aktion wurde zum Flop! Kurze Zeit später übertrug Nigerias Präsident Muhammadu Buhari die Bronzen an den König von Benin, dem sogenannten Oba Ewuare II.
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So war das aber nicht geplant, ärgert sich das Auswärtige Amt: Die Bronzen sollten in Nigeria in einem Museum ausgestellt werden, das Deutschland mit Steuerzahlergeld bezuschusst.
Jetzt sind die Schätze in Privatbesitz, da der Oba zwar einen wichtigen Adelstitel hat, aber kein Regierungsamt. Er kann mit den Bronzen machen, was er will, und wird sie wohl in oder nah an seinem Palast in Benin-Stadt (ca. 1,4 Mio. Einwohner / nicht zu verwechseln mit dem Nachbarstaat Benin) aufbewahren.
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Gibt es überhaupt ein nigerianisches Volk?
Prinz Oronsaye, sein Verwandter in Deutschland (lebt seit 30 Jahren im hessischen Wächtersbach), erklärt der „Berliner Zeitung“ seine Sicht der Dinge – und wirft Baerbock komplette Unkenntnis der Lage vor.
Die Bronzen könnten gar nicht dem nigerianischen Volk gehören, sagt er, weil es sowas gar nicht gebe: Dort lebten 250 Volksstämme, die sich kaum als „Nigeranier“ betrachteten.
Und rechtmäßige Besitzer der Kunstschätze sei das Volk der Edo bzw. ihr Oberhaupt, der Oba. Zu unterstellen, der würde die Schätze nicht ausstellen, empfindet der Prinz als Unverschämtheit.
Der Oba regierte Jahrhunderte lang über ein Königreich, das sich im Westen zwischenzeitlich sogar bis nach Lagos erstreckte, der heutigen 16-Millionen-Metropole Nigerias. Bis 1897 die Briten kamen, das Königreich zerschlugen und dabei die Bronzen raubten, sagt der Prinz. Zur Wahrheit gehört aber auch: Die Dynastie beteiligte und bereicherte sich zuvor auch am Sklavenhandel mit den Europäern.


Nicht die erste Afrika-Blamage Baerbocks
Deutschland habe überhaupt keinen Anlass, sich für den Besitz der Bronzen schuldig zu fühlen, sagt der Prinz weiter – schließlich habe sie ja gar nicht Deutschland geraubt, sondern die Briten. Wenn überhaupt, könne sich Baerbock in den ehemaligen deutschen Kolonien in Namibia, Kamerun, Togo oder dem heutigen Tansania entschuldigen, aber nicht in Nigeria.
Immerhin nimmt der Prinz Baerbock mit Blick auf das diplomatische Desaster ein wenig in Schutz: „Machen Sie sie dafür nicht verantwortlich. Ihre Berater haben die Frau nicht informiert.“
Nicht die erste Afrika-Blamage für Annalena Baerbock: Im Januar hatte das Auswärtige Amt für Verstimmungen gesorgt, als es sich auf Twitter an einem Leopard-Wortspiel versuchte, das die Afrikanische Union verärgert als Klischee auffasste.


