Am Samstagmorgen waren zwei Raketen aus dem Gazastreifen im Meer vor Tel Aviv niedergegangen. Das israelische Militär attackierte daraufhin Posten der Terrororganisation Hamas. Nach Angaben der Armee wurde unter anderem eine Produktionsstätte für Raketen getroffen.
ach neuem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hat Israels Armee in der Nacht zum Sonntag Einrichtungen der dort herrschenden islamistischen Hamas beschossen. Die Luftwaffe habe eine Raketenwerkstatt sowie Hamas-Stützpunkte entlang der Grenze angegriffen, sagte der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett während der Kabinettssitzung in Jerusalem.
Er wies Berichte zurück, denen zufolge zwei am Samstag aus dem Gazastreifen abgefeuerte Raketen versehentlich wegen schlechten Wetters ausgelöst wurden. Sie waren vor dem Großraum Tel Aviv ins Meer gestürzt. Bennett betonte, Hamas sei für jeden Beschuss aus dem Gazastreifen verantwortlich.
Die im Gazastreifen herrschende Palästinenserorganisation Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Israel hatte sich im Mai einen elftägigen militärischen Waffengang mit militanten Palästinensern im Gazastreifen geliefert. Ägypten vermittelte schließlich eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas, die am 21. Mai in Kraft trat. Seither blieb es verhältnismäßig ruhig.
As fireworks lit up the skies to celebrate #NewYear2022 around the world, a different type of fire came from Gaza—terrorist rocket-fire toward Israel.
— Israel Defense Forces (@IDF) January 1, 2022
In response, we just struck Hamas sites in Gaza, incl. a rocket manufacturing site & military posts used for terrorist activity. pic.twitter.com/mncbxQ3RhN
Für neue Spannungen sorgt auch der Hungerstreik eines palästinensischen Häftlings. Ein Sprecher des Krankenhauses Assaf Harofe in der Nähe von Tel Aviv bestätigte am Sonntag, der Zustand von Hischam Abu Hawasch sei nach fast 140 Tagen Hungerstreik ernst. Er bestritt jedoch, dass das Leben des 40-Jährigen in Gefahr sei.
Die Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad hatte am Samstag vor einer „Explosion“ gewarnt und mit einem Ende der Waffenruhe im Gazastreifen gedroht, sollte Israel den Mann nicht freilassen.
„Unmittelbarer Lebensgefahr“ für Abu Hawasch
Abu Hawasch stammt aus Dura nahe Hebron im südlichen Westjordanland. Nach Medienberichten befindet er sich seit Oktober 2020 in sogenannter Administrativhaft, die es Israel ermöglicht, Personen jeweils für sechs Monate ohne formelle Anklage festzuhalten. Nach palästinensischen Medienberichten steht Abu Hawasch dem Islamischen Dschihad nahe.
מתנדבת רל"א, ד"ר לינא קאסם שבדקה את הישאם אבו הואש שובת הרעב בביה"ח אסף הרופא, מדווחת שהוא בסכנה של מוות מיידי בשל מחסור באשלגן וחשש להפרעת קצב. למרות שמעצרו "הותלה" הוא עדיין לא יכול לעזוב את ביה"ח וישראל מסרבת לשחררו. יש להפסיק את השימוש במעצרים מינהליים ובביה"ח כמתקני כליאה pic.twitter.com/IcdbiosOgd
— רופאים לזכויות אדם (@PHR_IL) January 2, 2022
In sozialen Medien waren in den letzten Tagen Bilder des bärtigen Mannes im Krankenhausbett zu sehen, auf denen er extrem abgemagert und geschwächt aussieht. Die israelische Organisation Ärzte für Menschenrechte teilte am Sonntag bei Twitter mit, eine Mitarbeiterin habe den Häftling untersucht. Sie habe berichtet, dass er sich wegen schlechter Kaliumwerte und möglicher Herzrhythmusstörungen „in unmittelbarer Lebensgefahr befindet“.


